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Dortmunder Anwältin klagt gegen Hypo Real Estate

DORTMUND Die Krise um die Hypo Real Estate Group hat nun auch ihre Verbindung nach Dortmund. Zuhal Canpalat, eine Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, hat gegen die AG Klage eingereicht. Der Vorwurf: falsche Kapitalmarktinformation.

von Von Bettina Kiwitt

, 10.10.2008

Im Auftrag ihres Mandanten, eines Mannes aus Pirmasens, wirft die Anwältin aus der Rechtsanwaltsgemeinschaft Wegmann, Canpalat & Brinkmann der Aktiengesellschaft vor, Anleger mit falschen, beziehungsweise fehlerhaften Kapitalmarkt-Infos zur Kapitalanlage überredet zu haben.

"Beratungsfehler von Banken kommen häufig vor. Dagegen ist eine falsche bzw. fehlerhafte Kapitalmarktinformation seltener," erklärt Canpalat. Von der falschen Meldung und der fehlerhaften Beratung sind nach Meinung der Expertin mehrere Anleger betroffen. Der in München vorliegende Fall ist die erste Klage in dieser Sache, könnte daher von besonderer Bedeutung für weitere Anleger-Ansprüche sein.

Der Anleger hatte 2300 Aktien der Depfa-Bank besessen, die von der Hypo Real Estate Holding AG übernommen wurde. Die Aktie war am 15. Januar 2008 um 37 % eingebrochen, nachdem das Unternehmen überraschend Millionenabschreibungen in Folge der US-Finanzkrise eingeräumt hatte."Zuvor hatte der Vorstand allerdings noch erklärt, dass man von der Finanzkrise nicht betroffen sei und damit interessierte Anleger in Sicherheit gewogen", so die Anwältin. Anfang November 2007 habe der Vorstand des DAX-Konzerns eine Ad-hoc-Meldung mit dem Inhalt veröffentlicht, dass die Hypo keine Finanzierungsgeschäfte für Privatanleger in den USA betreibe. Daneben sei sogar mitgeteilt worden, dass der DAX-Konzern aus der Krise des US-Marktes gestärkt hervorgegangen sei.

Auf die Bitte um eine Stellungnahme hat die Hypo Real Estate nicht reagiert.

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