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Der Schatz des Lesens

BRACKEL Fernsehen und Computerspiele sind nicht alles, womit man sich als Kind die Zeit vertreiben kann. Das lernten die vier- bis siebenjährigen Besucher im Balou an der Oberdorfstraße auf der Veranstaltung «Wo die wilden Kerle wohnen».

18.06.2007

«In unserer heutigen Gesellschaft nimmt die Lesekompetenz bei Jungen immer mehr ab. Wir bieten diese Aktion, um den Kindern das Lesen wieder etwas zu versüßen», erklärte Heike Niemeyer vom Familienbüro. Und das mit Erfolg. Gespannt lauschten die Jungs den Worten von Referent Manfred Theissen, der eine Buchbesprechung der besonderen Art mit ihnen unternahm.

So machten es sich alle erst einmal auf dem plüschigen Teppichboden bequem, bevor sie ihrer Fantasie freien Lauf ließen. Theissen griff sich ein Bilderbuch und schlug es auf. Dann begann er zu erzählen, und nach und nach bezog er seine kleinen Zuhörer mit ein. Das führte er solange fort, bis sie fast vollkommen selbstständig Bilder beschrieben, mutmaßten, wie es denn auf den nächsten Seiten weitergehen könnte, und fast schon wie kleine Literaturkritiker miteinander diskutierten. Zwischendurch wurden dabei auch immer wieder kleine spielerische Elemente mit eingebracht.

So hatte Theissen z.B. einen kleinen Tunnel gebaut, durch den nur die Kinder passten. Am Ende des Tunnels befand sich eine Schatztruhe. «Das hat eine symbolische Funktion. Wir wollen den Kindern zeigen, dass Lesen etwas wirklich Kostbares ist, und dass sie jetzt mit dem Lesen beginnen müssen. Denn wenn sie erst einmal erwachsen sind, dann kommen sie nicht mehr an den Schatz heran», beschrieb Niemeyer die Funktion der kleinen Spielchen.

Doch nicht nur die Jungen, auch ihre Väter hatten etwas vom Lesenachmittag: Für sie gab es Tipps, wie man Kinder zum Lesen motivieren kann und welche Bücher für sie geeignet sind. Das waren in erster Linie natürlich Geschichten über Autos oder tapfere kleine Abenteurer, denn immerhin war die Veranstaltung ja speziell für Jungs konzipiert.

Und so entwickelten sich aus den «wilden Kerlen», die zuvor doch lieber Fernsehen und Computer dem Buch vorgezogen hatten, letztlich noch «wilde Leser». FeP

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