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Das Lieblingsbild ist immer das aktuelle

22.06.2007

Brackel Die Einrichtung Kunst und Kultur des Knappschaftskrankenhauses (KuK) bietet in den nächsten zwei Monaten eine neue Ausstellung: Die Plettenberger Künstlerin Renate Otlinghaus zeigt bis 24. August rund 60 ihrer Öl- und Acrylgemälde. Auf der Vernissage stellte sich die Malerin vor.

Pflegedirektorin Ursula Fehlberg leitete den Abend ein, untermalt von der Musik des «Trio Nostalgie», dem auch die Tochter der Familie Otlinghaus, Bea Wild, angehört. «Mit der Kunst und Kultur hier im Krankenhaus haben wir vor fünf Jahren begonnen, und wir können mittlerweile behaupten, dass es sich um eine gelungene Abwechslung für die Patienten handelt. Die Künstler, die hier ihre Werke ausstellen, sind nicht so sehr am Kunstmarkt orientiert, sondern möchten viel mehr experimentieren», so Fehlberg in ihrer Laudatio.

Freiheit der Deutung

Otlinghaus zeichne ein besonderes Zusammenspiel von Blumen- und Landschaftsbildern, aber auch von abstrakten Gegenständen aus. «Das gibt dem Betrachter die Freiheit, Bilder auch unterschiedlich zu interpretieren und ihre Stimmungen aufzunehmen», so Fehlberg weiter.

Mit einem schwungvollen Tango wurde die Rede abgerundet, und danach fand auch die Tochter noch einige treffende Worte aus dem Nähkästchen: «Meine Mutter ist inzwischen ein fester Bestandteil in Plettenbergs Kunstszene. Sie spielt mit den Farben - mal sind sie zart und weich in Pastell, oft auch grell leuchtend und ausdrucksstark zum Dialog auffordernd. Viele dieser Gemälde sind Bestandteil meiner Innenausstattung.»

Expressionismus

Mit ihren Werken erinnert die 1930 in Breslau geborene Malerin stark an den Expressionismus und wiederum auch an die Moderne.

Sie liebt das Großformatige, ihre Bilder füllen die Krankenhausflure aus. Auf die Frage, wie sie in ihrem Alter noch zur Malerei kam, antwortete die Plettenbergerin sympathisch: «Na ja, ich war Schneiderin von Beruf und hatte irgendwann keine Lust mehr dazu. Ich hatte das Malen ursprünglich als Therapie begonnen. Dann fuhr ich zu vielen Lehrern, um mehr darüber zu erfahren und wurde immer vielseitiger. Ob ich ein Lieblingsbild habe? Es ist meist immer das aktuelle.» Läm

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