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Bahn-Vorstand entscheidet über Ausbau des Bahnhofs

DORTMUND In den nächsten Wochen wird der Bahn-Vorstand über den Ausbau des Dortmunder Hauptbahnhofs entscheiden – und damit endgültig den Weg frei machen für die noch ausstehende Finanzierungsvereinbarung mit Land und Bund.

von Von Oliver Volmerich

, 09.10.2008
Bahn-Vorstand entscheidet über Ausbau des Bahnhofs

Das Empfangsgebäude des Dortmunder Hauptbahnhofs aus den 50er Jahren soll modernisiert werden: Ende des Monats wird über die Finanzierung entschieden.

Dafür liegen jetzt auf Basis der Ausführungsplanungen konkrete Zahlen auf dem Tisch: 23,1 Mio. Euro soll die Sanierung des bestehenden Bahnhofsgebäudes kosten, die bis Frühjahr 2010 abgeschlossen sein soll. Denn zusätzliche Fördermittel für die Bahnhöfe im Ruhrgebiet hat der Bund ausdrücklich nur mit Blick auf das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 reserviert. Ein Neubau ist aus Sicht der Bahn deshalb vom Tisch.  

Stattdessen soll das Empfangsgebäude aus den 50er-Jahren gründlich modernisiert werden – inklusive behindertengerechten Zugängen zu den vorderen Nahverkehrs-Bahnsteigen. Die Einzelhandelsfläche von derzeit rund 3500 Quadratmeter soll allenfalls um einige hundert Quadratmeter wachsen.   Der erste 23,1 Mio. Euro teure Bauabschnitt endet dort, wo der Personentunnel beginnt. Der soll in einer zweiten Phase nach 2011 ebenso wie die Bahnsteige und der Nordausgang aus- und umgebaut werden. Das soll knapp unter 100 Mio. Euro kosten, wie Peter Kradepohl, Bereichsleiter bei der Bahntochter DB Station & Service erklärte.

  Die konkreten Planungen laufen freilich noch – und sind u.a. abhängig von der Realisierung des Rhein-Ruhr-Express (RRX) als schnelle Verbindung von Dortmund nach Köln. In diesen Wochen gehen die Pläne für den ersten Bauabschnitt durch die Gremien der Bahn AG – bis hin zum Vorstand.

Bis Ende des Monats sollen dann die Finanzierungsvereinbarungen mit Bund und Land stehen, die den Großteil der Kosten übernehmen sollen. Die genaue Aufteilung ist laut Kradepohl noch offen. Das Büro von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück habe bereits grünes Licht gegeben, berichtet Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer. Vom Bundesverkehrsministerium gab es auf RN-Anfrage am Mittwoch keine Rückmeldung. Immerhin gibt es von Bund wie Land schon eine „Unbedenklichkeitsbescheinigung“ für den Fortgang der Planungen. Der Finanzierungsvertrag wäre demnach nur noch Formsache. Die Umbauarbeiten könnten wie geplant im Frühjahr 2009 beginnen.

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