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Bäumchen wechsle dich

DORTMUND Von wegen Bäumchen! Mit stolzen 45 Meter Höhe ist er immer noch der größte Weihnachtsbaum der Welt. Zumindest aus Naturmaterial, zusammen gesteckt aus 1700 Fichten. Aber er wird anders aussehen in diesem Jahr. Grund genug, ab Ende November persönlich nachzuschauen. Dortmund-Touristiker haben sich längst auf Werbetour gemacht, in halb Europa.

von von Ulrike Böhm-Heffels

, 09.10.2007
Bäumchen wechsle  dich

Träumen erlaubt: Für Touristiker, Kaufleute, Schausteller und Markthändler hat die Weihnachtszeit fast schon begonnen.

Es ist das bestgehütete Geheimnis nach dem Coca-Cola-Rezept: Die Spitze des...

... größten Weihnachtsbaums der Welt.  Der strahlende Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes verliert seine oft gescholtene, rote „Antenne“. Und er verliert die zuletzt stark schwächelnden und dann komplett ausgefallenen 13.000 Lämpchen. Sie werden durch 40.000 weiße, aber warmtönige LED-Leuchten ersetzt. Die großen Kerzen bleiben, die Embleme auch, aber in 45 Meter Höhe trotzt ein „?“ möglichen Wind-Attacken. Das „?“ wird leuchten, so viel steht fest.

Luigi Colani sollte die neue Spitze entwerfen, aber stattdessen entschied sich der Altmeister der organischen Design-Form für eine Total-Überarbeitung des Baums. „Chic, aber nicht durchsetzbar“, lobt Carsten Weise. Dortmunds bekannter Gerüstbauer prüft gerade die Statik eines neuen künstlerischen Entwurfs (nicht von Colani), damit der TÜV seinen Segen erteilt.

Erst am 23. Oktober, bei der Grundsteinlegung zum Baum der Bäume (16 Uhr, Hansaplatz, mit Glühweinverkauf für den guten Zweck), lüfte der Markthandel- und Schaustellerverband das Geheimnis um „?“, verspricht Thomas Winkler.

Die Stresskurve steigt beim PR-Mann des Dortmunder Weihnachtsmarkts. „Für den Druck neuer Baum-Postkarten bleibt nur ein Tag Zeit. Die ‚rote Antenne‘ will ja niemand mehr auf Karten sehen.“ 85 000 Broschüren, 10 000 mehr als im vergangenen Jahr, müssen unter das Volk gebracht werden.

Und das Volk strömt aus halb Europa ins westfälische Herz. 600 Busse waren es im letzten Jahr, die weitesten rollten weit mehr als 1000 Kilometer aus Polen an. Dazu Holländer im PKW-Konvoi (bis zu 15 Autos) und unzählige Fluggäste aus England. Dank neuer Luftverbindungen werden sich dieses Jahr auch reisefreudige Skandinavier nach dem Baum recken.

Dortmunds 109. Weihnachtsmarkt, mit über 300 Ständen einer der größten in Deutschland, dauert vom 22. November bis 23. Dezember. Totensonntag (25. 11.) bleibt er geschlossen. Erst ab 26. November leuchtet der Baum.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

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