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Autounfall war genau geplant

04.12.2007

Sich auf den nächsten Unfall freuen? Normale Autofahrer haben sicher ganz andere Dinge im Sinn. Doch es gibt auch welche, für die ein Blechschaden nichts weiter als eine lohnende Einnahmequelle ist. Das zeigte gestern ein Betrugs-Prozess vor dem Amtsgericht.

Der Trick war simpel aber lukrativ: Der 30-jährige Angeklagte aus Neheim-Hüsten stellte in Dortmund seine Nobelkarosse (Audi A8) am Straßenrand ab. Damit war sein Part schon so gut wie getan. Denn jetzt musste er nur noch warten. Wie zuvor abgesprochen erledigte ein Komplize wenig später den Rest - und provozierte einen Verkehrsunfall. Der Mann streifte mit einem extra angemieteten Wagen den geparkten Pkw an der Seitentür und verschwand wieder.

Anschließend meldete der Angeklagte seiner KFZ-Versicherung den Schaden und strich von dort das Geld für den entstandenen Schaden an seinem Auto ein. Insgesamt mehr als 5000 . Und weil der 30-Jährige die Schäden günstig ausbessern ließ, blieb am Ende für beide ein Gewinn übrig. Sein Komplize erhielt immerhin 1000 .

Der Denkzettel für die Betrugsmasche folgte gestern: Vor dem Amtsgericht kassierte der Angeklagte wegen Sachbeschädigung und Betruges eine Geldstrafe von 1050 Euro. "Das war der größte Fehler meines Lebens", so der 30-Jährige. Sein Komplize, der Schrammenfahrer, war bereits zuvor in einem separat geführten Verfahren verurteilt worden.

Kurios: Erst in diesem Prozess hatte sich damals überhaupt erst der Tatverdacht gegen den 30-Jährigen erhärtet. Weil der zuerst erwischte Komplize bei der Polizei den Vornamen seines Mittäters verwechselt hatte, hatte zunächst dessen Vater mit auf der Anklagebank gesessen. Erst im Prozess hieß es dann: Moment, das ist nicht der Richtige... wvb