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Angeklagter hörte Urteil nicht mehr

28.06.2007

Dieser Auftritt hatte es wirklich in sich. «Den Senf höre ich mir hier nicht mehr an», schnaubte ein 61-jähriger Dortmunder - und stürmte noch vor dem Plädoyer des Staatsanwalts aus dem Amtsgericht. Einer Verurteilung entging er damit nicht.

Was war passiert? Im Februar 2004 hatte der Mann beim Gerichtsvollzieher die Finger gehoben und die eidesstattliche Versicherung abgelegt. Er sei blank, bedeutete dies mit anderen Worten. Damals ahnten die Behörden noch nicht, dass der Dortmunder in Wahrheit jedoch alles andere als pleite war. Laut Grundbuch-Eintrag gehörten ihm auch damals schon drei (!) Häuser in Dortmund. Dies wurde erst bekannt, als seine Ex-Frau ihm eins auswischen wollte und Meldung machte. Es folgte eine Anzeige und die Anklage der Staatsanwaltschaft. Mit der war der 61-Jährige alles andere als einverstanden.

1500 Euro Strafe

Schon zu Beginn des Prozesses nutzte er jede Gelegenheit, der Richterin ins Wort zu fallen. «Ich äußere mich hier eh nicht», sagte er immer wieder - und tat dabei die ganze Zeit über genau das. Immer wieder beantragte der Angeklagte die Verlegung des Prozesses auf einen neuen Termin. Als das nicht fruchtete, entschloss er sich schließlich zum wutschnaubenden Abgang. Eine Bestrafung gab es trotzdem. Das Gericht legte das Urteil einfach schriftlich fest: 1500 Euro Geldstrafe wegen falscher Abgabe der eidesstattlichen Versicherung. von

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