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Zentraler Ort der Ruhe

Schermbeck "Die Wellen zeigen die Wechselhaftigkeit des Lebens". Steinmetz Ralf Pohlmann beschreibt einen Teil des von ihm entworfenen Denkmals auf dem evangelischen Friedhof in Schermbeck.

20.11.2007

Bereits im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck einen Wettbewerb ausgeschrieben. Gesucht wurde ein kunstwerklich gestaltetes Objekt, das an einem zentralen Platz errichtet wird. Hintergrund für diese Maßnahme ist die Umstrukturierung auf dem Friedhof.

Einige Familien, die Grabstätten besitzen, haben diese abgegeben, zudem läuft bei einigen Gräbern auch die Ruhezeit von 25 Jahren aus. So kam die Idee auf, einen zentralen Platz zu schaffen, an dem Angehörige, die von oben genannten Fällen betroffen sind, ihren verstorbenen Freunden oder Familien-Mitgliedern gedenken können. Mit dem Kunstwerk soll an die Verstorbenen erinnert werden, deren Grabstellen aufgegeben werden mussten.

Zahlreiche Unternehmen wurden daraufhin angeschrieben, aus letztlich drei Entwürfen wurde die Skizze von Ralf Pohlmann ausgewählt, der bei der Dorstener Firma Krüskemper beschäftigt ist. "Ich hatte zu Beginn zehn bis 15 Ideen. Einige davon waren sehr aufwendig, fast schon verrückt", erinnert sich Pohlmann an den Beginn seiner "Schaffens-Periode". Im Laufe der Zeit strich er zahlreiche Elemente aus seinen Entwürfen. "Es wurde immer einfacher, gradliniger", so der Dorstener. Am Ende reduzierte Pohlmann seine Idee auf einige Platten und zwei Steinsäulen, die in Wellenform Richtung Himmel ragen. "Es sollte ein Ort der Ruhe, fast schon der Meditation werden. Ich denke, dass das auch gelungen ist", freut sich der 53-jährige Steinmetz.

Die Inschriften in den Steinen waren vorgegeben, Auf den beiden Säulen ist ein Psalm eingraviert, auf der zentralen Platte ist zu lesen: "Dem Gedenken an die, deren Gräber wir nicht besuchen können."

Auch Gerd Graaf ist mit der Umsetzung der Idee zufrieden: "Bei Bedarf können die Besucher hier auch Blumen, Kränze oder Kerzen abstellen", erklärt der Vorsitzende des Friedhofsausschusses.

Am Totensonntag (25.11.) wird das Denkmal im Anschluss an eine Trauerfeier der Gemeinde vorgestellt. DM