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Werner Suckrau ist erster Kaiser in Dämmerwald

Jubiläumsschützenfest der Schützengemeinschaft

So lange mussten die Zuschauer noch nie auf das Ende eines Schießens im Mümkensbusch warten. 17.13 Uhr schoss Werner Suckrau am Sonntag den Vogelrest von der Stange – und das im Jubiläumsjahr des Vereins. Bis 17.13 Uhr dauerte es, bis Werner Suckrau als künftiger Kaiser der Schützengemeinschaft Dämmerwald bejubelt wurde. Suckrau wird erster Kaiser der erst 50 Jahre alten Gemeinschaft, die ihre mehrtägige Jubiläumsfeier einläutete.

Werner Suckrau ist erster Kaiser in Dämmerwald

Am kommenden Samstag werden Werner Suckrau und Birgit Kremer (Mitte) als erstes Kaiserpaar der 50-jährigen Schützengemeinschaft Dämmerwald gekrönt. Als Thronpaare werden Bettina Cappell/Hartmut Eimers (links) und Ingo Itjeshorst/Irmgard Steinkamp (rechts) das Kaiserpaar unterstützen. © Foto: Helmut Scheffler

Für einen Teil der Schützen ging die lange Nacht bei den Havelicher Schützen am Sonntagmorgen um 11 Uhr nahtlos über in das Katerfrühstück im Mümkensbusch über, wo reichlich Zeit blieb, auf das Dämmerwalder Schützenbrauchtum zurückzublicken, das 1968 mit dem Vorschlag des Dämmerwalder Jagdpächters Gert Kortengräber begann, ein Vogelschießen zu veranstalten.

„Den Vogel brachte er aus dem Münsterland mit“, erinnerte Bernd Ellgring ans erste Schießen auf der Wiese der Gaststätte Olbing: ohne Schießordnung, ohne behördliche Auflagen. Ein langer Pfahl wurde in die Erde gerammt, der Vogel befestigt und so lange mit Kortengräbers Jagdflinte beschossen, bis Hubert Olbing König wurde und mit Paula Sondermann die Regentschaft im Dämmerwald übernahm.

Ab Mitte der 1970er-Jahre fand die Feier in Mümkens Scheune statt, wo bis heute die Festbälle stattfinden. Dort wird am Samstag (9. Juni) nach der Kaiserparade um 19.30 Uhr auch der Kaiserball beginnen. Dann wird Jan Holloh während der Feier etwa 1000 Fotos über eine Leinwand gleiten lassen, die fünf Jahrzehnte Schützenbrauchtum dokumentieren.

Kein Königsschießen

In diesem Jahr gibt es anlässlich des Jubiläums kein Königsschießen. Zum Kaiserschießen, das Oberst Johannes Ostermann am Sonntag um 13 Uhr eröffnete, waren nur ehemalige Könige zugelassen. Der amtierende Schützenkönig Richard Ostermann, dessen Regentschaft ausnahmsweise zwei Jahre lang dauern wird, gab den zweiten Schuss ab. Die Insignien gingen an Bernhard Fundermann (Krone, 5. Schuss), Bernd Heßing (Reichsapfel, 21.), Torsten Lehmann (Zepter, 50.), Hans-Jürgen Steinkamp (rechter Flügel, 270.). Mehr als 200 Schüsse waren erforderlich, bis der linke Flügel um 16.58 Uhr fiel.

Acht Aspiranten

Zuletzt schossen nur noch Bernhard Fundermann, Hans-Bernd Mümken, Werner Suckrau, Hans-Jürgen Steinkamp, Felix Delsing, Hartmut Eimers, Bernd Heßing und Rainer Kremer. 15 Minuten später fiel völlig unerwartet der Vogel von der Stange, als Werner Suckrau punktgenau traf. Der 53-jährige Anlagenfahrer regierte im Jahre 2007 mit Birgit Kremer, die ihn auch als Kaiserin begleiten wird. Hartmut Eimers und Bettina Cappell sowie Ingo Itjeshorst und Irmgard Steinkamp sind die Thronpaar.

Bis lange in die Dunkelheit genoss der Kaiserthron in spe das Bad in der Menge. Zu den ersten Gratulanten gehörte das amtierende Königspaar Richard Ostermann und Rita Hörnemann. Sie stehen am kommenden Freitag (8.) noch ganz im Mittelpunkt, wenn um 19.30 Uhr der Schützenball beginnt. An dem Abend wird der neue Kaiser noch als Thronherr an der Seite von Ulla Oppenberg auftreten.

Im Jubiläumsjahr gibt es noch eine weitere Neuerung. Nach Hedwig Olbing und Paula Sondermann und nach Hubert Nießing wird Wenzel Schwering die Bewirtung der Dämmerwalder Schützengemeinschaft übernehmen. Für Tanzmusik sorgt die Raesfelder „Nachtschicht“.