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„Wasserschlösschen“ weicht womöglich neuen Wohnformen

Wohnprojekt für Barkenberger

Das „Wasserschlösschen“ an der Barkenberger Allee 80-82 wird vermutlich noch in diesem Jahr abgerissen. Und es gibt noch bessere Nachrichten. Denn der Abriss könnte Platz schaffen für ein neues Wohnprojekt in Wulfen-Barkenberg.

Dorsten

, 18.05.2018
„Wasserschlösschen“ weicht womöglich neuen Wohnformen

Die LEG-Häuser an der Barkenberger Allee 80 bis 82 sind wegen eines Wasserschadens unbewohnbar und werden vermutlich noch in diesem Jahr abgerissen. Damit wird Platz geschaffen für neue Wohnideen.Engel © Foto: Claudia Engel

Altengerechter, barrierefreier Wohnraum ist in Barkenberg rar. Das Wohnen in Gemeinschaft, wie auf dem Gelände der ehemaligen Blauen Schule am Tälchen, begehrt. „Die Wartelisten für die Mietwohnungen sind lang“, sagte Architekt und Planer des Hauses, Hannes Schmidt-Domogalla, am Donnerstagabend in seinem Büro vor 20 Gästen. Sie waren gekommen, um ein neues Wohnmodell zu diskutieren, für das sie sich begeistern können: ein Mehrfamilienhaus nach dem Vorbild des Wohnprojektes Blaue Schule.

Diskutiert wurde über einen Standort für ein Mehrfamilienhaus in Barkenberg, über Finanzierungsmöglichkeiten und Ausgestaltung. Fünf Standorte in Barkenberg kommen für den Neubau infrage, verdeutlichte Schmidt-Domogalla. Ein besonders interessanter Bauplatz ist an der Barkenberger Allee 80-82 vorhanden, wo heute die wegen eines kolossalen Wasserschadens seit Langem leer stehenden Mehrfamilienhäuser der LEG stehen, die von Barkenbergern mit „Wasserschlösschen“ titulierten Gebäude.

„Wir haben uns mit der Stadt Dorsten über einen Abriss verständigt und bereiten zurzeit die Abrissgenehmigung vor“, sagte LEG-Unternehmenssprecher Mischa Lenz auf unsere Anfrage: „Der Abriss könnte noch in diesem Jahr erfolgen. Mit der Stadt diskutieren wir aktuell verschiedene Alternativen für die weitere Nutzung der Fläche.“

Fünf reizvolle Baugrundstücke

Für Schmidt-Domogalla ragt der Standort an der Barkenberger Allee 80-82 heraus, „weil man dort sofort wieder bauen könnte“. Aber auch die anderen Standorte hätten ihren Reiz, zum Beispiel die Brachfläche, wo einst der Y-Bau stand oder der Sternbau. Beides Gebäude, die im Zuge des Stadtumbaus West abgerissen worden sind. Angrenzend an das Wohnprojekt Blaue Schule am Tälchen gibt es einen weiteren Bauplatz, der zur Diskussion steht. Infrage käme aber auch der Platz am Dimker Tor.

Für die Besucher interessant waren neben der Standortfrage Finanzierungsmodelle und Zuschnitt der Wohnungen. Schmidt-Domogalla, der Wohnprojekte in Barkenberg, in Haltern, Lünen und Wuppertal konzipiert hat, machte den Interessenten klar, dass sie mitbestimmen, wenn sie eine Wohnung in dem neuen Wohnhaus haben möchten. „Sie können Wohnungsgrößen und Finanzierungsmodelle wählen“, so Schmidt-Domogalla. Da die Investorsuche bei der Blauen Schule sehr zeitaufwendig und schwierig war und Investoren für Wohnprojekte nicht Schlange stehen, stellte Schmidt-Domogalla das genossenschaftliche Modell in den Mittelpunkt. So werde das Wohnhaus zum gemeinsamen Eigentum, die Bewohner legen die Regeln fest und kaufen sich mit einem Anteil von 20 Prozent in ihr Wohnhaus ein. „Schön wäre es natürlich, wenn eine bereits bestehende Wohnungsgenossenschaft in Dorsten oder anderenorts Interesse hätte“, sagte Schmidt-Domogalla. Aber auch eine neu zu gründende Bewohnergenosssenschaft sei möglich. Am 7. Juni, 18 Uhr, wird es ein weiteres Treffen der Wohnprojekt-Interessenten im Gemeinschaftshaus geben. Weitere Interessenten können sich gerne hinzu gesellen.