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Ein Anzug für den Bräutigam

André sucht sich sein Outfit aus

Rund drei Monate vor der Hochzeit sollte sich der Bräutigam um sein Outfit kümmern – damit alles ohne Stress pünktlich fertig wird. André, Bräutigam der DorstenerTraumhochzeit, hat daher alles richtig gemacht.

Dorsten

, 18.04.2018
Ein Anzug für den Bräutigam

Mama Pia, Papa Bernhard und Trauzeuge Thomas (v.l.) lassen sich von Jürgen Denker erklären, wie individuell das Jackett gestaltet werden kann. Foto: Lydia Klehn-Dressler © Klehn-Dressler

Natürlich sind bei einer Hochzeit zunächst alle Augen auf die Braut gerichtet – aber es kann nicht schaden, auch einen Blick Richtung Bräutigam zu riskieren. Denn dieser putzt sich ebenfalls fein heraus. So wie André – Bräutigam der Traumhochzeit der Dorstener Zeitung. Ihm wurde im Dorstener „Clinic Concept Store“ ein Anzug auf den Leib geschneidert.

Ein Anzug für den Bräutigam

Damit das Outfit auch gut sitzt, wurde der Bräutigam von Felix Hübner genau vermessen. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Schwarz war gestern, weiß Felix Hübner vom „Clinic Concept Store“: „Früher gaben sich die Männer mit schwarzen Anzügen zufrieden. Die Farbe ist aber stark rückläufig und vor allem für eine Hochzeit nicht mehr gefragt. Stattdessen legen viele Männer heutzutage Wert darauf, stylish, jung und modern auszusehen. Und bei dieser Generation liegt die Farbe Blau gerade im Trend.“ Wie passend, dass André und seine Verlobte Patricia genau diese Farbe ins Auge gefasst hatten.

Ein Anzug für den Bräutigam

Die Länge der Hose wurde genau abgesteckt. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Denn die Braut gab einige Ideen mit auf den Weg, wollte selber aber nicht beim Termin dabei sein: „Sie möchte sich von meinem Outfit überraschen lassen“, erklärte André. Eine Besonderheit, wie Felix Hübner sagte: „Die meisten Bräute kommen tatsächlich mit, wenn der Anzug gekauft wird. Sie wollen gerne mitentscheiden.“ Ganz alleine musste André aber dennoch nicht diesen wichtigen Termin meistern: An seiner Seite waren Papa Bernhard, Mama Pia und Trauzeuge Thomas.

Ein Anzug für den Bräutigam

Die Schuhe sollten am Tag der Hochzeit gut sitzen, damit nicht schon nach kurzer Zeit die Füße schmerzen. Foto: Lydia Klehn-Dressler

„Wir fangen nun damit an, dass Sie Anzüge in verschiedenen Größen anprobieren. Wir nehmen dann Maß, um die perfekte Konfektion zu ermitteln“, erklärte Mitarbeiter Jürgen Denker. „Erst danach reden wir über die Details. Denn es steht eine Vielzahl an Stoffen zur Verfügung. Sie können sich also den Anzug ganz individuell zusammenstellen.“ Gemeinsam mit Felix Hübner wurde Maß genommen. Schon die erste Hose saß ganz gut. „Vorne fällt der Stoff bereits super. Hinten haben wir ein paar Falten. Durch kleine Änderungen sollten diese aber verschwinden“, stellte Felix Hübner fest.

Ein Anzug für den Bräutigam

André hat „herabfallende Schultern“, stellte Felix Hübner fest. Das Sakko muss daher noch angepasst werden. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Auch das Sakko muss noch angepasst werden, wie er weiter erklärte: „Sie haben eine Zwischengröße. Daher nehmen wir das größere Sakko und kürzen es um 5 Zentimeter. Außerdem haben Sie, wie viele Männer, herabfallende Schultern. In diesem Bereich muss auch optimiert werden. Außerdem geben wir bei den Ärmeln jeweils einen halben Zentimeter dazu.“

Ein Anzug für den Bräutigam

Freuten sich, einen tollen Anzug gefunden zu haben (v.l.): Jürgen Denker (Clinic Concept Store), Trauzeuge Thomas, Bräutigam André, Mama Pia, Papa Bernhard und Felix Hübner (Clinic Concept Store). Foto: Lydia Klehn-Dressler © Klehn-Dressler

Im abgesteckten Anzug konnte sich der Bräutigam schon sehen lassen. Auch die Begleiter waren zufrieden. „Vor allem der Trauzeuge sollte gut hinschauen. Denn wir empfehlen, dass sich der Bräutigam am großen Tag beim Ankleiden helfen lässt. Immerhin wird man nervös sein. Da kann etwas Hilfe nicht schaden, damit am Ende auch alles perfekt sitzt“, riet Jürgen Denker.

Ein Anzug für den Bräutigam

Blick in den Spiegel - Fliege und Einstecktuch sollen die Farbe Flieder tragen. Ein Wunsch der Braut. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Nun ging es in die Detailarbeit. Ganz wichtig: die Farbe des Hemds. Denn: „Wir müssen immer den Ton des Brautkleids kennen, damit das Hemd darauf abgestimmt werden kann. Hinterher ist das Kleid in Creme gehalten und das Hemd strahlend weiß. Das würde sich beißen“, sagte Felix Hübner. Mama Pia wusste natürlich Bescheid: Ivory – also Elfenbein.

Ein Anzug für den Bräutigam

Pink sollen Fliege und Hosenträger am Ende nicht werden - der Bräutigam sollte an diesen Beispielen lediglich schauen, ob ihm das Outfit so gefallen könnte. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Der 34-Jährige hatte außerdem auf dem Handy Fotos dabei, wie er und Patricia sich sein Outfit ungefähr vorstellen. „Ich glaube, das nennt sich Boho-Stil“, so André. „Wir finden Hosenträger und eine Fliege sehr schick. Gerne im Farbton Flieder. Das würde dann zum Brautstrauß und zur Deko passen.“ Felix Hübner dazu: „Das ist ein exotischer Farbton, den nicht alle Männer tragen können.“ Aber schnell stellte sich heraus: André kann! „Das steht dir wirklich gut. Patricia wird begeistert sein“, fand auch Papa Bernhard. Nicht nur die Farbe stand dem Bräutigam – auch die Kombination aus Fliege und Hosenträgern machte einiges her. „Wer Hosenträger möchte, sollte idealerweise schlank und groß sein. Beides trifft auf unseren Bräutigam zu“, so Jürgen Denker.

Ein Anzug für den Bräutigam

Gespannte Blicke: Bräutigam André (r.) ließ sich über die vielen Möglichkeiten informieren. Foto: Lydia Klehn-Dressler

Zu diesem Stil wird der Bräutigam aber erst nach der Trauung wechseln: „Es ist immer noch eine Hochzeit. Daher möchte ich in der Kirche eine Weste unter dem Sakko tragen. Das ist etwas schicker. Zur Feier ziehe ich mich dann um.“ Blieb also noch zu entscheiden, welche Farbe die Weste haben soll. „Flieder würde ich hier nicht für die komplette Weste empfehlen“, sagte Felix Hübner. „Das Ganze würde dann wie ein Show-Outfit wirken.“ Daher wurde passend zum Anzug ein dunkles Blau für die Vorderansicht gewählt – und Flieder taucht lediglich auf der Rückenpartie auf. Schnell noch um ein Einstecktuch in Flieder und Schuhe in der Farbe Cognac ergänzt und „voilá“ – das Hochzeits-Outfit für André stand fest.

Ein Anzug für den Bräutigam

Für Manschettenknöpfe musste sich André jetzt noch nicht entscheiden. Dafür bleibt noch etwas Zeit. Foto: Lydia Klehn-Dressler

„Ein besonderes Highlight fehlt aber noch“, so Jürgen Denker. „Wir sticken in die Innenseite des Sakkos das Hochzeitsdatum und die Anfangsbuchstaben von Braut und Bräutigam ein – ein ganz persönliches Monogramm.“ Somit dürfte André, wenn er den Anzug auch zu anderen Gelegenheiten trägt, immer an seinen eigenen Hochzeitstag erinnert werden.

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