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Volksschüler feierten erstes Klassentreffen

SCHERMBECK 58 Jahre nach der Entlassung aus der Volkschule an der Weseler Straße lud der Gahlener Hermann Boveland seine ehemaligen Klassenkameraden zu einem ersten Treffen ein.

von Von Helmut Scheffler

, 06.10.2008
Volksschüler feierten erstes Klassentreffen

58 Jahre nach ihrer Entlassung aus der Schermbecker Volksschule hatten sich Ernst Stricker, Friedel Stricker, Karl-Heinz Koryttko (vorne v.l.), Hermann Boveland, Hermann Klosterköther und Werner Gertzmann (hinten v.l.) viel zu erzählen.

Die Erzählungen der heute 73- bis 74-Jährigen malten das lebendige Bild einer Schulzeit, die vom Krieg und einer kärglichen Nachkriegszeit geprägt war. Zwei Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Jungen und Mädchen im Herbst 1941 eingeschult und in Anfangszeit von Fräulein Greffke unterrichtet. Einen Schulbus gab es damals nicht. Morgens wurden die Klumpen angezogen, und dann ging´s zu Fuß zur Schule.

Ab 1942 fielen die ersten Bomben. „Wenn es Fliegeralarm gab, mussten wir in den Keller“, berichtete Werner Gertzmann von kriegsbedingten Störungen des Unterrichts. Als 1944 die Jagdbomber immer häufiger über Schermbeck flogen, wurden die Schüler in Kleingruppen irgendwo im Gemeindegebiet unterrichtet. Einige erinnerten sich an ihren Unterricht in der ehemaligen Villa Laakmann nahe dem Rathaus. In der Zeit des Frontübergangs im Frühjahr 1945 fiel der Unterricht komplett aus. Im Spätsommer 1945 begann der Unterricht wieder unter Leitung von Fritz Bertram. Papier war damals knapp. Um 1946 nahmen die Kinder an einer Schulspeisung teil.