Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

«Verpassen Günther Jauch»

18.06.2007

Dorsten Es sollte ein rauschender «Sommernachtstraum» werden, doch für die Theater-AG des Gymnasium Petrinum war der gestrige Tage eher ein Albtraum.

Da hatten sie fleißig für die Aufführungs-Premiere geprobt, die gestern Abend in der Petrinum-Aula über die Bühne gehen sollte - und dann das: Wegen der Bombenentschärfung fiel das Schüler-Musical aus, die Schul-Aula wurde zum Evakuierungs-Aufnahmeraum erklärt. Am 8. August wird der Abend wiederholt, hoffentlich gibt es eine andere Bomben-Stimmung. Die Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, wer will, kann damit aber auch die heutige Aufführung um 19 Uhr besuchen.

Die erwarteten Flüchtlings-Massen kamen nicht in die Aula. Ganze acht Personen konnte Karl Stanimeier vom Dorstener Ordnungsamt in Empfang nehmen, darunter drei Damen vom Vosskamp: Helga Frahn, Alma Heinze und Elfriede Heisterkamp. «Lieber hier warten als in den Keller gehen», hieß die Devise der drei Frauen, die nur eines ärgerte - in der Petrinum-Aula war kein Fernseher aufgestellt: «Da verpassen wir ja Günther Jauch.»

Die 85-jährige Alma Heinze, damals in Hervest lebend, kann sich noch gut an die Tage erinnern, als die Fliegerbomben vor 62 Jahren auf Dorsten niedergingen. «Da sind wir immer nach Lippramsdorf, da gab es Erdbunker.»

Das Ehepaar Gaby und Jürgen Scheffler war direkt aus ihrer Wohnung über dem Toom-Kaufhaus in die Aula gekommen. «Schade, dass wir die Entschärfung hier nicht auf Leinwand mitverfolgen können», meinten sie. «Von unserer Wohnung aus hätten wir den besten Panorama-Blick gehabt.» MK

Lesen Sie jetzt