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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Life"-Geschäftsführer

Im Fall "Paul"

Gegen den Geschäftsführer der "Life GmbH" Bochum, Gerd Lichtenberger, ermittelt die Staatsanwaltschaft Essen wegen Betrugsverdachts. Das hat Pressestaatsanwältin Anette Milk auf Anfrage bestätigt.

Dorsten

, 01.09.2015
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen "Life"-Geschäftsführer

Die Unterkunft des Jungen "Paul" während seiner intensivpädagogischen Betreuung in Ungarn. Hier handelt es sich allerdings um einen rückwärtigen Anblick des Hofgeländes.

Die "Life GmbH" ist die Trägerin der Auslands-Maßnahme, die der elfjährige "Paul" aus Dorsten wegen seines intensivpädagogischen Betreuungsbedarfs absolvieren musste. An Art und Umfang der Maßnahme scheiden sich die Geister.

Der Pflegevater des Jungen erwägt, zivilrechtlich Schadensersatz für seinen Ziehsohn zu erstreiten. Denn er stellt  die Qualität der Betreuung in Frage und sieht die Fürsorgepflicht durch den Amtsvormund verletzt.

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Das Jugendamt der Stadt Dorsten wähnt sich dagegen rechtlich auf der sicheren Seite. Sie hat von allen Beteiligten belastbare Beweise eingefordert und auch bekommen. So hat die Tochter von Gerd Lichtenberger, Jennifer Krautscheid-Steffen, und zuständig für die Besuche des Jungen vor Ort

in Ungarn, eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt, in der sie die Zahl der Besuche in Ungarn dokumentiert: "In ihrer eidesstattlichen Versicherung hat sie angegeben, sieben Mal in Ungarn gewesen zu sein. Einmal zu Beginn der Maßnahme, vom 3. November bis 7. November 2014. Davon erfolgten drei Besuche in Begleitung von Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Datteln. Ein weiteres Mal sei eine andere Mitarbeiterin von Life vor Ort gewesen“, gibt Ludger Böhne, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Dorsten, die von Krautscheid-Steffen an Eides statt geleisteten Angaben wider.

Kein Kommentar

Der Life-Geschäftsführer Gerd Lichtenberger hält sich laut Auskunft seines Öffentlichkeitsarbeiters, Jürgen Wallinda-Zilla, zurzeit im Ausland auf. "Lichtenberger hat aus einer WDR-Sendung am Donnerstag (27. August) erfahren, dass Betrugsvorwürfe von der Staatsanwaltschaft Essen geprüft werden. Zum jetzigen Stand des Verfahrens will er aber keinen Kommentar abgeben." Zur Last gelegt wird Lichtenberger, die Stadt Dorsten über tatsächlich erbrachte Leistungen während des Ungarn-Aufenthaltes des Kindes Paul getäuscht zu haben.

 

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