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Schermbeck wurde «einfach überrannt»

13.06.2007

Schermbeck Mit einer solchen Invasion der Eichenprozessionsspinnerraupen hatte die Gemeinde Schermbeck nicht gerechnet. «Ein paar Nester hatten wir in den letzten Jahren auch schon», gibt Ordnungsamtsleiter Gerd Abelt zu, «aber diesmal erleben wir eine wahnsinnige Ausbreitung.»

Für ein flächendeckendes Gegenmittel ist es inzwischen zu spät. «Die Raupen sind kurz vor der Verpuppung und nehmen kaum noch Blattgrün auf», weiß Abelt. «Das hätten wir im April machen müssen.» Aber da war das Ausmaß der Plage überhaupt noch nicht abzusehen. «Wir sind einfach überrannt worden. Aber im nächsten Jahr», versichterte der Leiter des Ordnungsamtes gestern, «werden wir strategisch reagieren».

Wegen der Vielzahl der gemeldeten Nester verzichtet die Gemeinde auf umfangreiche Sperrungen. «Wir müssen in jedem Einzelfall das Gefährdungspotenzial abschätzen, alles andere macht keinen Sinn.» In der Nähe von Wohngebieten, bei unmittelbarer Gefahr für Menschen, werden Sperrgebiete eingerichtet. So wurde am Nachmittag der Spielplatz in Bricht abgeriegelt. Ansonsten gilt: einen großen Bogen um die Nester machen, die Raupen keinesfalls berühren. Abelt: «Das ist sicherlich der beste Schutz.» dieb

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