Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

SEK-Beamter aus Wulfen muss Schadenersatz zahlen

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat entschieden

Es war ein Augenblickversagen und das kommt einen SEK-Beamten aus Wulfen teuer zu stehen. Er muss seinem Arbeitgeber rund 1000 Euro Schadenersatz zahlen.

Wulfen/Gelsenkirchen

, 15.06.2018
SEK-Beamter aus Wulfen muss Schadenersatz zahlen

© Foto: dpa

Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschieden. Es ist eigentlich eine Übung, die jeder Fahrer von Automatikautos im Schlaf beherrscht: Wagen abstellen, den Schalthebel auf „P“ schieben und vielleicht auch noch die Handbremse anziehen. Der SEK-Beamte hat das sicherlich schon tausende Male so gemacht. Nur am 13. Februar 2015 nicht.

Terrorverdacht

Er hatte den Auftrag erhalten, einen gepanzerten Geländewagen abfahrbereit zu machen. In Wuppertal hatte es einen Terrorverdacht gegeben, die Dortmunder Polizei, zu der der Wulfener gehörte, war in Bereitschaft. Der Geländewagen wurde also gestartet, ein bisschen warm gefahren und wieder in der Garage abgestellt. Und dabei ist es passiert. Da das Auto ungesichert war, kam es ins Rollen und stieß gegen ein anderes Fahrzeug.

Grobe Fahrlässigkeit

Vor Gericht hatte der Polizist sein Malheur mit der Situation erklärt. Schließlich seien Terrorwarnungen damals noch neu gewesen. Außerdem habe er den Schalter ja in die Parkstellung schieben wollen. Doch die sei bei dem Spezialfahrzeug woanders gewesen. All das überzeugte die Richterin nicht. Sie sprach von grober Fahrlässigkeit. SEK-Beamte müssten auch bei Stress kühlen Kopf bewahren.

Jetzt lesen