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Nur durch ihre Kunst "im Bilde"

Dorsten Grundriss und Fotos waren das Erste, was Karin Felbermayr von dem Ausstellungsraum über dem Kaufhaus Woolworth zu sehen bekam. Beim gestrigen Ortstermin urteilte die zukünftige Trägerin des Tisa von der Schulenburg-Preises : "Das ist bestimmt der beste Raum in Dorsten!"

09.10.2007

Am 9. Dezember wird hier an der Lippestraße in einer Feierstunde die Preisvergabe und Ausstellungseröffnung der Tisa von der Schulenburg-Stiftung erfolgen. Die in Berlin und Wien lebende Künstlerin Karin Felbermayr ist die vierte Künstlerin, die diese Auszeichnung erhält. Vorab nutzte sie jetzt zwei Tage, um sich auf den Raum einzustimmen und "ihn mit Spannung zu füllen".

Der Titel der Ausstellung, die ungefähr sechs Wochen zu sehen sein wird, steht schon fest: "Performative Elements", genau wie der Titel einer zur Ausstellung erscheinenden Publikation. Felbermayr bezeichnet sie als Künstlerbuch, in dem neben Bilder ihrer Werke auch Beiträge von Sabeth Buchmann und F.E. Rakuschan zu finden sein werden. Kein Katalog oder Bildband, sondern ein Werk, das sich der Leser selbst erschließen muss.

Was die Dorstener zu sehen bekommen, steht noch nicht genau fest. Es werden Werke aus dem aktuellen Jahr und, wie für Karin Felbermayr üblich, aus dem Bereich erweiterter Skulpturen sein. Vieles ist für 1976 in München geborene Künstlerin möglich: Unter erweiterten Skulpturen versteht sie einmal sich selbst, zum anderen Dinge des Alltags, kombiniert mit Tuschezeichnungen. Medien wie Videoinstallationen nutzt sie genau so wie Performance.

Thematisch sieht Karin Felbermayr ihren Schwerpunkte im Bereich der sozialen Beziehungen und des Geschlechterverhältnis: "Ich setze mich mit Menschen auseinander, dass ist auch der Link zu Tisa von der Schulenburg."

Presseleute sind immer bestrebt, Künstlern und Akteuren ein Gesicht zu geben, sprich ein Foto des Künstlers zu veröffentlichen. Karin Felbermayr wollte sich jedoch nicht fotografieren lassen. Sie stellt sich weit hinter ihre Werke und sie möchte sich über ihre Arbeiten formulieren. In einem großen Teil hat sie sich eingearbeitet und ist so bildlich als Kunstwerk gegenwärtig. Rüdiger Eggert

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