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Munitionslager in Dorsten wurde "befördert"

Wichtiges Versorgungszentrum der Bundeswehr

Noch einmal still gestanden, noch einmal die Augen nach rechts gerichtet. Ein kurzer Appell, dann war das Munitionsdepot in Wulfen aufgelöst - um Sekunden später befördert zu werden. Zum Munitionsversorgungszentrum West. Davon gibt es nur vier im Lande.

Dorsten

, 21.01.2016

Oberst Uwe Richard Fröhlich, Leiter des Bereichs der ortsfesten logistischen Einrichtungen am Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven, sprach am Mittwoch während des Festaktes in einer kühlen Fahrzeughalle von der "Bündelung von Kernkompetenzen", von einer "Straffung der Struktur", von mehr Effizienz und weniger Personal. Tatsächlich verändert sich die Logistik der Bundeswehr in den nächsten drei Jahren massiv. So werden zum Beispiel aus sechs Munitionsdepots mit insgesamt zehn Munitionslagereinrichtungen vier Versorgungszentren mit nur noch neun Lagern.

Wulfen ist ein "hervorragender Standort"

Die in Rheinbach und Köppern werden künftig dem Wulfener Kommandanten, Oberstleutnant David Helm, unterstellt. Die Bundeswehr reagiert damit laut Fröhlich auf den "veränderten logistischen Bedarf" gerade in Krisenregionen wie Afghanistan und dem Nordirak. Wulfen sei ein "hervorragender Standort", um von dort die Streitkräfte mit Munition zu versorgen.

Das Depot an der Munastraße ist schon jetzt ein Lager der Superlative. Militärische und zivilie Spezialisten, die sich laut Fröhlich "beispielhaft mit der Dienststelle identifizieren", halten auf 210 Hektar und in 381 Bunkern Munition von der Patrone bis zur Artellerie-Rakete bereit. Rund 2000 Transporte gingen im vergangenen Jahr von Wulfen aus auf die Reise - angesichts der vielen Aufgaben der Bundeswehr dürften es künftig nicht weniger werden.

Bürgermeister lobt die Bundeswehr

Bürgermeister Tobias Stockhoff betonte nach dem Festakt, dass es bei aller "Freude über die Entwicklung" auch Skepsis und Angst in der Bevölkerung gebe. Die Informationspolitik bezeichnete er indes als "vorbildlich". Und ergänzte: "Ein Rechtsstaat ist kein Selbstläufer. Die Bundeswehr ist Teil einer wehrhaften Demokratie nach innen und außen." Er freue sich, dass viele Mitarbeiter inzwischen "Teil der Stadt Dorsten" seien.

 

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