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Media Markt gehört ans Lippetor

Gutachter gibt deutliche Empfehlung

08.06.2007

Der Regionalleiter der Cima GmbH aus Köln hat im Auftrag der Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten die gesamte Einzelhandelsstruktur untersucht. Und kommt dabei zu für manche Einheimische wohl erstaunlichen Erkenntnissen. Dorsten hat «Kompetenz im Bereich des persönlichen Bedarfs» und schöpft deutlich Kaufkraft aus dem Umland ab. Die Kaufkraft von 104 Prozent sei «ein glänzender Wert bei dieser Wettbewerbs-Kulisse». Gerade im Innenstadt-Bereich, aber auch in vielen Nebenzentren, ist Dorsten nach Auffassung von Michael Karutz «top aufgestellt». Ob das stimmige Gefüge in der City nicht auseinander bricht, hängt vor allem davon ab, wie mit dem Sorgenkind «Lippetor-Center» umgegangen wird. Die dort diskutierten 17.000 Quadratmeter Verkaufsfläche wären angesichts der bestehenden knapp 30.000 Quadratmeter in der gesamten Altstadt deutlich überdimensioniert. Und: «Ich halte das Lippetor-Center für den idealen Standort eines Media-Marktes. An der Bovenhorst wäre er nicht der gewünschte Frequenzbringer.» Bislang allerdings pocht der Elektronik-Konzern auf die verkehrsgünstige Lage am Rande der City, doch Karutz mahnt: «Die Entwicklung des Lippetor ist ein Pfund für die Stadt.» Baurat Frank Gläßner ahnt, dass der Stadtspitze noch schwierige Gespräche bevorstehen. «Was wir haben, ist qualitätsvoll. Also könnten wir auch viel kaputt machen.» Und Bürgermeister Lambert Lütkenhorst ahnt schon: «Wir werden au ch mal Nein sagen müssen.» Zweiter Knackpunkt für die Stadtentwicklung ist das Zechengelände. Auch hier birgt die Einschätzung des Gutachters Konfliktpotenzial. Einen Frischemarkt mit 1500 qm Verkaufsfläche, einen Discounter (800 qm) und einen Getränkemarkt (500 qm) hält Karutz als Nahversorger für sinnvoll, mehr jedoch nicht. Die Montan-Grundstücksgesellschaft (MGG) hatte da bislang ganz andere Vorstellungen, der Einfluss der Stadt ist derzeit eher begrenzt (wir berichteten). Die Stadtspitze stellt das Gutachten in den nächsten Wochen zur Diskussion, doch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst will auch zu einer Entscheidung kommen. «Das Gutachten ist eine wichtige Grundlage für die künftige Stadtentwicklung.» dieb Einzelheiten aus dem Gutachten veröffentlicht die Dorstener Zeitung in nächster Zeit.

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