Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Master-Studierende der TU Berlin errichten einen Pavillon auf Barkenberger Wiese

Barkenberg-Projekt

Mit einem originellen Projekt werfen Masterstudierende der Technischen Uni Berlin vom 25. August bis 2. September einen ungewöhnlichen Blick auf Geschichte und Gegenwart von Barkenberg.

Barkenberg

, 10.08.2018
Master-Studierende der TU Berlin errichten einen Pavillon auf Barkenberger Wiese

Stadtbaurat Holger Lohse (r.) hatte die Baugenehmigung für den Pavillon, den Professor Jan Kampshoff von der TU Berlin mit seinen Studenten auf der Barkenberger Wiese aufbaut, gleich mitgebracht. © Anke Klapsing-Reich

Auf der großen Wiese an der Dimker Allee 113, mitten in Barkenberg, wird der Pavillon als Fachwerk-Holzkonstruktion im Selbstbau sechs Meter in die Höhe wachsen. Sichtbare Plattform des Projektes „Auf Wiedersehen Utopia - zurück in die Stadt der Zukunft“, das acht Studierende der Technischen Universität Berlin/Institut für Architektur vom 25. August (Samstag) bis zum 2. September (Sonntag) im Rahmen der Initiative „Big Beautiful Buildungs“ in Barkenberg durchführen.

Master-Studierende der TU Berlin errichten einen Pavillon auf Barkenberger Wiese

So soll er aussehen, der Projekt-Pavillon, der auf der Wiese an der Dimker Allee sechs Meter in die Höhe wächst. © Zeichnung: TU Berlin

Projektleiter Professor Jan Kampshoff ist in Barkenberg kein Unbekannter: 2015 hatte er dort bereits das Projekt „Haus-Aufgaben“ durchgeführt, das sich mit Gegenwart und Zukunftsausschichten von Einfamilienhaussiedlungen befasste.

„Ich selbst, aber auch die Studenten, waren sehr überrascht von der Gesamtanlage der ,Neuen Stadt Wulfen‘ , die als exemplarisches und kontrovers diskutiertes Paradebeispiel einer Planstadt aus den 1960er-Jahren gilt“, sagt Jan Kampshoff.

Geschichte und Gegenwart verknüpfen

Dieses wertvolle Erbe mit dem unglaublichen Potenzial, den guten Ideen, der schönen und den Menschen dienenden Architektur wertzuschätzen und mit der Gegenwart zu verknüpfen - eine spannende Aufgabe, die vor allen Dingen die junge Architekten-Generation zum Experimentieren reizt.

„Ich habe die Studenten mitgenommen auf diese Wiese, dem früheren Grundstück der mittlerweile abgerissenen Baugruppe Marschall“, erzählt Jan Kampshoff. In Sichtweite zu Habiflex und der von der Initiative „Big Beautiful Buildings“ ausgezeichneten Finnstadt. Vielleicht war es der inspirierende Geist der beispielgebenden Metastadt, der die im positiven Sinn absurde Projektidee gebar.

Eröffnung mit Bier, Blasmusik und Erbsensuppe

Der Pavillon der Studenten wird als temporärer Veranstaltungsort Treff- und Ausgangspunkt für Expeditionen in die alte „Neue Stadt Wulfen“ sein. Nach der Eröffnung mit Bier, Blasmusik und Erbsensuppe am 26. August um 16 Uhr füllen im Laufe der Woche Fachvorträge und Diskussionen, Meta-Talks und Spaziergänge die Projektwoche an. Ein Extra-Bonbon ist sicherlich die Klanginstallation von Lisa Danulat und Michael Graessner, die Fragmente der Entstehungsgeschichte der Stadt textlich collagiert.

Dank an die LEG-Wohnungsgesellschaft

„Herzlichen Dank an die LEG-Wohnungsgesellschaft, dass sie nicht nur ihr Grundstück für dieses Projekt, sondern auch noch in dieser Zeit eine Wohnung für die Berliner Studenten zur Verfügung stellt“, sagt Stadtbaurat Holger Lohse, der Jan Kampshoff am Freitagmittag die Baugenehmigung für den Pavillon in die Hand drückte. Lohse begrüßt es sehr, dass Fachleute von außen einen unverschränkten Blick auf Barkenberg werfen. „Sie sind gute Multiplikatoren, die das schlechte Außenimage dieses Stadtteils ein Stück weit revidieren“, meint Lohse.

Große Bürgerbeteiligung ist erwünscht

Jan Kampshoff und seine Studenten sind gespannt auf ihr selbst erdachtes Abenteuer. Das Projektteam würde sich über große Beteiligung der Bürger sehr freuen. Denn den Laien sei versprochen: Es gibt nicht nur ein umfassendes Programm, sondern gelegentlich auch eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen dazu.

Das Programm der Projektwoche stellen wir im einzelnen noch vor.
Lesen Sie jetzt