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"Luxusstandort" behagt Anwohnern derzeit gar nicht

19.10.2007

Dorsten Zweierlei war am Donnerstagabend um 22 Uhr nach zweieinhalbstündiger intensiver Debatte beim Altstadt-Bürgerforum im Jüdischen Museum klar: Stadtspitze und die Ratsmehrheit aus CDU- und SPD-Fraktion sind für den Media-Markt-Standort Bovenhorst, falls keine unlösbaren bau-, umwelt- oder verkehrstechnischen Probleme im Wege stehen. Aber viele Bovenhorst-Anwohner sind alles andere als glücklich darüber, wie durch massive Kritik deutlich wurde.

Den stärksten Applaus des Abends bekam denn auch Thomas Boos (FDP), weil er sich dafür aussprach, auf den Elektronik-Fachmarkt zu verzichten, damit eine komplette Neugestaltung des Bereichs zwischen Bahnhof und Stadtkern in ferner Zukunft möglich bleibt: "Kurzfristige wirtschaftliche Vorteile versperren langfristige städtebauliche Perspektiven."

Bürgermeister Lütkenhorst und Gutachter Karutz gehörten dagegen zu denen, die den Wert eines Media-Marktes an der Bovenhorst für Dorsten sehr hoch einschätzten. Karutz: "Das ist ein Luxusstandort, weil er relativ integriert ist und Kunden zumindest an die Altstadt heranführen wird." Außerdem bestehe durch die Ansiedlung die Chance, den Abfluss von 13 Mio Euro Kaufkraft zu verhindern. Bernd Schwane (CDU) und Martin Hagemann (SPD) verwiesen auch noch auf zu erwartende Gewerbesteuer-Einnahmen und ca. 50 neue Arbeitsplätze. Die Sorge, der Pro-Markt werde vom Markt verdrängt, teilte der Gutachter nicht.

Eine städtebaulich angepasste Lösung der Lippetor-Investoren, die deutlich kleinteiliger ausfallen werde als das abgelehnte Center-Konzept, kündigte Stadtbaurat Frank Gläßner den Zuhörern an. Der Zugang von der Lippestraße wird erleichtert: "Nach dem Lippetal-Umbau werden die Fußgänger-Grünzeiten verdoppelt." kdk

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