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Loremo bremst den Indupark aus

DORSTEN Mit 50 zu 50 beziffert die Loremo AG derzeit die Wahrscheinlichkeit, dass die erste Kleinserie ihres Sparflitzers in Dorsten produziert wird. Aber mit jedem Tag, der verstreicht, sinken die Chancen.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 09.10.2008
Loremo bremst den Indupark aus

Auf allen wesentlichen Ausstellungen ist Loremo jetzt mit dem Modell des Elektro-Prototypen präsent, die Chancen, dass die erste Serie dieses Autos der Zukunft in Dorsten produziert wird stehen nach Werksangaben derzeit 50:50.

Das liegt nicht nur an den Anleger-Millionen, die den Konstrukteuren des Spritspar-Mobils noch fehlen, um ihr Konzept realisieren zu können. Auch nicht an den Zweifeln, dass nach dem Ausscheiden der Firmen-Mitbegründer Thomas Ruetz und Georg Heilmaier das Projekt im Planungsstadium steckenbleiben könnte. Immerhin konnte mit Thomas Zollhoefer als neuem Loremo-Boss ein kompetenter Ersatz gefunden werden, der durch seine Führungs-Tätigkeit für BMW/Sauber über glänzende Kontakte in der Automobilbranche verfügt.

Stärker beunruhigt die Projektmanager des interkommunalen Industrieparks, was inzwischen durchgesickert ist: Loremo soll derzeit mit namhaften Autoproduzenten in NRW verhandeln, ob die erste Kleinserie nicht in deren ohnehin gegenwärtig nicht ausgelasteten Werks-Hallen hergestellt werden könnte. Dann bliebe der Region statt der als Aushängeschild ersehnten Produktionsstätte in Dorsten mit ihren neuen Arbeitsplätzen nur die kleine Loremo-Verwaltungszentrale im Marler Techno-Park.

Vorrang für Arbeitsplätze

Kein Wunder, dass sich auch in der Politik die Stimmen mehren, die sagen: "Besser ein Spatz in der Hand als eine Taube auf dem Dach." Von Loremo wird bis zum Jahresende zumindest eine klare Festlegung erwartet. Denn wie man hört, gibt es für die knapp gewordene, derzeit noch freie Indu-Park-Fläche nicht nur eine Fülle von Anfragen, sondern durchaus auch eine Reihe von ernsthaften Interessenten. "Konkrete, arbeitsplatzintensive Ansiedlungen müssen Vorrang haben vor vagen Absichtserklärungen", ist deshalb eine Auffassung, die bei den Verantwortlichen bald mehrheitsfähig sein dürfte.

Das gilt nicht nur für das Gelände, das derzeit noch für Loremo reserviert ist. Auch eine weitere Vertrags-Option bereitet dem Vernehmen nach mächtige Bauchschmerzen. Ein Betrieb soll wegen des eventuellen Bedarfs für eine Lagerfläche ein Areal blockieren, auf dem ein anderer Investor liebend gern kurzfristig 150 Arbeitsplätze schaffen würde. . .

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