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Landjugend stärkt das Brauchtum

SCHERMBECK Auf dem Platz vor der Volksbank fand die vom Heimat- und Geschichtsverein gemeinsam mit dem Verkehrsverein geleitete Erntedankfeier am Samstagabend statt. Wegen der kühlen Witterung kamen diesmal weniger Besucher als sonst.

von Von Helmut Scheffler

, 05.10.2008
Landjugend stärkt das Brauchtum

Der Erntekranz, Mitglieder der KLJB Schermbeck hatten ihn empor gezogen.

Unter musikalischer Begleitung des Brichter Tambourkorps, das den Marsch "Das Lieben bringt groß Freud" spielte, und der "Mc Bricht Greenland Pipes & Drums" trugen René Kemper, Alexander Warmers, Jan Möllmann, Sven Linneweber und Michael Körschgen den in Uefte gebundenen Erntekranz über die Mittelstraße. Wenig später zogen sie den bunt geschmückten Kranz ebenso in luftige Höhe wie den Ring der Zunftzeichen und Wappen, die der Schermbecker Bildschnitzer Willi Wehmeyer zur Verfügung stellte. Zur Belohnung gab`s Getreide in flüssiger Form von den Volksbankmitarbeitern. Märsche und schottische Klänge

Das von Reinhold Hülsmann geleitete Tambourkorps Bricht untermalte die Feierstunde mit Märschen. Der von Walter Buß dirigierte Männergesangverein "Eintracht" erfreute das Publikum mit den Liedern "Musica zu Ehren", "Im Krug zum grünen Kranze" und mit Liedern zum Lobe von Bier und Wein.

Schottische Klänge unterm Erntekranz gehörten zu den Neuerungen beim Erntedankfest. Die Brichter Schotten ließen das "Highland cathedral" und das "Amazing grace" erklingen.

Neu war in diesem Jahr auch der Einbezug des motorisierten Straßenverkehrs in die Feier. Der Straßenverkehr rollte die ganze Zeit über munter weiter. Die Gemeinde hatte vergessen, der Feuerwehr die Absperrböcke zur Verfügung zu stellen.

Trost zur Finanzkrise

Die Festansprache übernahm der Heimat- und Geschichtsvereinsvorsitzende Hans Zelle. Erntedank bedeute nicht nur die Freude über die eingebrachte Ernte, sondern auch Stolz über die eigene Leistung. Ausführlich befasste sich Zelle mit der gegenwärtigen Finanzkrise als einem Beispiel dafür, dass es Menschen gibt, die nicht zum Gelingen einer Arbeit beitragen. "Jede Ernte, so Zelle, sei Gottes Krönung, auch für jene Menschen, die befürchten müssten, durch den Börsencrash Werte zu verlieren. Ironisch fügte Zelle hinzu: "Vielleicht ist es ja gar nicht so viel, und darum sollten sie auch dankbar sein.