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Kann Dorsten Duisburg das Wasser abgraben?

19.10.2007

Und gibt es sonst kein Thema mehr, kommt prompt das Lippetor daher! Was hat das keine 25 Jahre alte Einkaufszentrum nicht schon an Stoff für Glossen und Kommentare, Schreckensgemälde und Visionen geliefert? Pleiten, Abgesänge und Neuanfänge, jahrelange Agonie und immer wieder Rettungsversuche, die oft mit vollmundigen Absichtserklärungen verbunden waren.

Jetzt muss sich erneut die schöne Theorie der harten Praxis stellen. Aber leider zeichnet sich bereits vor der Sitzung des Planungsausschusses ab, dass das Konzept der Essener Projektentwickler Schufat & Fatih für ein niegelnagelneues Einkaufs-Center mit den Vorstellungen des Stadtrats nicht in Einklang zu bringen ist. So verlockend die Aussicht auf eine neue Attraktion war, so groß ist auch die Gefahr, dass hier ein überdimensionierter Magnet entstehen könnte, der Teile der Innenstadt veröden ließe. Und ein "Lippetörchen" rechnet sich nicht.

Also heißt es nun: Alles auf Anfang! Außer Spesen nichts gewesen! Einer unendlichen Geschichte dürfen schließlich die Kapitel nicht ausgehen.

Gebäude-Mumie

Aber was kommt jetzt? Wir können uns kaum noch etwas ausdenken, was noch nicht da war. Renovierung, Umbau, Abriss, Neubau - alles kalter Kaffee. Allmählicher Verfall, Einsturz, die erste Gebäude-Mumie Nordrhein-Westfalens - selbst schlechte Scherze grüßen sich schon als alte Bekannte.

Neu-Nutzung als Altenheim - schon längst veraltet und abgelehnt. Verwendung als überdachte Kanu-Halle oder als Deep-Blue-Freizeit-Oase - solch verwegene Ideen kaufen sie einem doch selbst in Dorsten nicht ab, oder?

Aber auch anderswo hat man tolle Einfälle. Zum Beispiel in Duisburg. Eine "Living Bridge" hat bei der Expo-Real in München großes Aufsehen erregt - eine Brücke als riesiges Wohnhaus.

Was an der Ruhr recht ist, ist an der Lippe billig. Gut geklaut und schnell erbaut, damit Duisburg in die Röhre schaut! Wohnen am Wasser in seiner schönsten Form! Die lebendige Brücke über den Lippeseiten-Kanal - ein tumber Tor, wer davon nicht fasziniert ist. Zumindest solange, bis auch dieser Traum zerplatzt und wir uns auf das nächste neue Lippetor-Kapitel freuen dürfen . . .

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