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Jazz-Festival: Schmücker hatte alles im Griff

DORSTEN Als am Sonntag der begeisterte Schluss-Applaus des Publikums zum Ende der drei jazzmusikalischen Tage einsetzte, spätestens da wusste Fritz Schmücker, dass er auch bei der 30. Ausgabe des Internationalen Jazzfestivals Münster wieder alles richtig gemacht hatte.

von Von Michael Klein

, 12.01.2009

Seit 24 Jahren ist der gebürtige Dorstener der künstlerische Leiter der Jazztage, die inzwischen in den Städtischen Bühnen der Stadt zu Hause sind. Auch die Erstausgabe des Festivals hat er mitgemacht, allerdings als Gast. "Als Petrinum-Schüler bin ich 1979 in den Schlossgarten der Münsterland-Metropole gereist, um das Festival mitzuerleben", erzählt er.

Von da an war er vom Jazz-Bazillus befallen, gründete noch zu Schulzeiten mit Freunden den damaligen Jazzclub Dorsten. Zu Studienzeiten reanimierte er 1985 als AStA-Kulturreferent das Münsteraner Jazzfestival, das zwischenzeitlich ums Überleben gekämpft hatte und brachte es als Festivalchef in ruhigere Fahrwasser. Fritz Schmücker, hauptberuflich im Leitungs-Team des Münsteraner "Stadt-Marketings" beschäftigt, führt das Festival unaufgeregt, eloquent, mit viel Herzblut, ist bei Musikern und Mitarbeitern ebenso beliebt wie bei "seinem" Publikum, das ihm treu ergeben ist.

Stets ausverkauft

Heute zählt das Münsteraner Jazzfestival, das regelmäßig schon vor (!) Bekanntgabe des Programms ausverkauft ist, zu den renommiertesten seiner Art in Europa. Auch am Wochenende hatten sich wieder zahlreiche Festival-Veranstalter-Kollegen aus dem Ausland angesagt, um Schmückers unverwechselbare Handschrift live zu erleben, was die Dramaturgie und verwegene Auswahl der Gruppen aus 20 Ländern anbelangt. "Ästhetik der Brüche", nennt Schmücker seinen Ansatz.

Unter den Kontrasten waren in diesem Jahr auch zwei Formationen, an den Stephan Schulze, Co-Leader der Big Band Dorsten, beteiligt war. Sein Bläserquartett "Talking Horns" bekam ebenso Ovationen wie das "Don Quichotte"-Familienkonzert mit dem Landesjugend-Jazzorchester NRW, dessen Chef der aus Schermbeck stammende Posaunist seit geraumer Zeit ist.Großer Auftritt

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