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High-Tech OP im Gesundheitszentrum

DORSTEN Nur das Feinste vom Feinen versteckt sich hinter Decke und Wänden der beiden ambulanten Operationsräume, die am 20. Oktober im neuen Gesundheitszentrum des St. Elisabeth-Krankenhauses ihren Betrieb aufnehmen.

von Von Anke Klapsing-Reich

, 03.10.2008
High-Tech OP im Gesundheitszentrum

Hier wird bald operiert: Hiltrud Hachmöller (Pfegedienstleiterin), Andreas Hauke (Geschäftsführer), Chefarzt Dr. Peter Tönnies (Ärztlicher Direktor), Guido Bunten (Stellv. Geschäftsführer), Chefarzt Dr. Wilhelm Gross-Weege und Harald Hauke (Technischer Leiter) schauen sich schon einmal dort um.

„Die Laminar-Flow-Technik in der Decke gewährleistet eine gleichmäßige Luftströmung, denn reine Luft ist sehr wichtig, um mögliche Infektionsgefahren zu vermeiden“, gerät Harald Hauke, Technischer Leiter des Krankenhauses, fast ins Schwärmen: Diagonal gesetzte Abluftschächte, Automatikschiebetüren, Techniksteuerung über Tableau-Bedienung, aber auch die von außen belieferbaren Sterilgutlager sowie der moderne Aufwachraum mit sieben Plätzen machen den OP-Bereich nicht nur zum hochwertigen High-Tech-Zentrum, sondern auch zum teuersten Bereich im gesamten neun Millionen Euro teuren Gesundheitszentrum.

„Die ambulanten OP´s sind ein Bindeglied zwischen Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten“, hofft Geschäftsführer Andreas Hauke darauf, dass die teure Technik auch von vielen Ärzten genutzt wird. Schließlich könnten die Niedergelassenen von den angebotenen Service-Leistungen nur profitieren. „Nicht jeder bringt seinen eigenen Anästhesisten mit“, plaudert der leitende OP-Pfleger André Kordemann aus dem Nähkästchen. Manche Operateure benötigten gestelltes Material, andere wiederum möchten die Instrumente nutzen. „Wir sind selbstverständlich bemüht, jeden Wunsch zu erfüllen“, verspricht André Kordemann.

Dass der ambulante OP im 3. Obergeschoss des neuen Gesundheitszentrums eingerichtet ist, hat durchaus seinen Sinn: „Intensivstation und Zentral-OP des Krankenhauses befinden sich ebenfalls auf dieser Ebene, so dass im eventuellen Notfall der Patient schnell dorthin verlegt werden kann“, schätzt Chefarzt Dr. Tönnies den Vorteil kurzer Wege.

Ausschabungen und Bauchspiegelungen, Gelenkspiegelungen oder Hämorrhoiden-Entfernungen bieten sich für ambulante Operationen an. 450 ambulante OP´s pro Jahr zählt zurzeit Chefarzt Dr. Gross-Weege in der Chirurgie, 350 Dr. Tönnies in der Gynäkologischen Abteilung. Niedergelassene Augen- und HNO-Ärzte operieren bereits seit acht Jahren im „alten“ ambulanten OP des Krankenhauses, der jetzt einer anderen Funktion zugeführt wird. Weitere Disziplinen sind herzlich eingeladen. Am 20. Oktober gehen die Lichter zur OP-Premiere an: Dann stehen als erstes „Krampfadern“ und „HNO“ auf dem Programm. 

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