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Handwerker vor Hofstaat

Dorsten Man hätte denken können, der Kobold Droll hat wieder einmal alles falsch gemacht.

20.06.2007

Statt einer Premiere von Shakespeares «Sommernachtstraum» am Montag gab es eine Bombenentschärfung, die unter anderem auch die Aula des Gymnasium Petrinum kurzerhand unzugänglich machte.

Den Schülerinnen und Schülern der Theater AG des Gymnasiums gelang es jedoch bis Dienstag Abend, ihre Charaktere wieder zur Räson zu bringen. Denn da fand endlich die lang ersehnte Premiere nach einer vorangegangenen Situationsklärung durch Schulleiter Wolfgang Gorniak statt. Die zweite Aufführung wird nun am 8. August um 19 Uhr nachgeholt.

Im Stück ist es der längste Tag des Jahres, am Tag der Aufführung auch fast Mittsommernacht: Zwei Königspaare, ein Trupp tölpelhafter Handwerker und zwei Paar Liebende. Das klingt recht einfach, doch wie im wahren Leben ist alles viel komplizierter.

Hermia ist Demetrius versprochen, liebt aber Lysander und der liebt sie. Doch Demetrius liebt Hermia ebenfalls. Und dann gibt es da noch die schöne Helena, die wiederum unsterblich in Demetrius verliebt ist. Was nun passiert, wenn ein ungeschickter Kobold die Zaubertränke, die alles richten sollen, verwechselt, das mag der Leser im August mit eigenen Augen schauen. Und dann ist da noch das Stück, das die sechs Handwerker vor dem erlesenen Hofstaat Athens präsentieren. So gut sie können, denn im wahren Leben sind sie kleine Handwerker, die mit Ach und Krach und umso mehr Charme und Witz den etwas drögen Stoff von Pyramus und Thisbe auf die königlichen Bretter bringen. Dafür ernten sie am Ende den wohlwollenden Applaus des Hofstaats.

Und was passierte mit den Darstellern der Theater AG? Auf diese regnete der begeisterte Applaus des Publikums. Zu Recht. Die Schüler entfalteten schauspielerische Qualitäten, die absolut überzeugend waren. Selbst die kleinen Rollen wurden sehr dynamisch mit viel Leben ausgefüllt.

Schnell wurde klar, hier war eine eingeschworene Truppe mit Spaß und Freude bei der Arbeit. Ein großes Stück, ein schöner Abend. Hoffentlich gelingt es der Petrinum-Theater AG, die Kobolde für die zweite Aufführung zwischen den Buchdeckeln fest zuhalten. EK

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