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Gewerkschaften sind gegen Stellenabbau in der Verwaltung

Komba und Verdi

Die Gewerkschaften Verdi und Komba beziehen Stellung gegen weiteren Stellenabbau im Verwaltungsbereich. Die Mitarbeiter würden schon jetzt in vielen Bereichen über die Grenze der Belastbarkeit hinaus eingesetzt werden.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 04.06.2012

Gegen „Vorurteile und Stimmungsmache“ wehren sich die Gewerkschaftsvertreter im Dorstener Rathaus: „In den letzten 20 Jahren sind netto 150 Stellen eingespart worden. Auch neutrale Wirtschaftsprüfer testieren der Stadt einen fast beispiellos niedrigen Personalstand“, erklären die beiden Gewerkschaften „Komba“ und „Verdi“ in einer gemeinsamen Stellungnahme. In ihrem Brief nehmen sie Bezug auf die öffentliche Diskussion in den letzten Tagen und insbesondere zu den Forderungen, dass auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihren Teil zur Haushaltssanierung beizutragen hätten. „Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW hat im Rahmen ihrer Prüfung festgestellt: Dorsten hat den zweitniedrigsten Personalstand bei Städten gleicher Größenordnung in ganz NRW“, so Karsten Meyer und Robert Eppink (Komba) sowie Waltraud Hadick und Martin Ostrop (Verdi).Gewohnter Service In vielen Verwaltungsbereichen würden die Mitarbeiter über die Grenze der Belastbarkeit hinaus eingesetzt: „Dass es momentan noch läuft, ist zwar erstaunlich, wird aber nicht von langer Dauer sein. Trotz aller Stellenstreichungen und Wiederbesetzungssperren haben bislang die städtischen Beschäftigten diese Mehrbelastungen aufgefangen und mitgetragen, auch um der Dorstener Bürgerschaft den gewohnten Service bieten zu können.“

Alle Sparbemühungen und Einschnitte in den Personaletat der Stadt seien durch die Gewerkschaften komba und verdi begleitet worden: „Wir wenden uns nun aber nachdrücklich gegen weitere, nicht mehr vertretbare Stellenstreichungen. Wir sind bereit, notfalls mit juristischer Unterstützung gegen überzogene Arbeitsplatzanforderung vorzugehen.“Die Unterzeichner appellieren an die soziale Verantwortung der politischen Mandatsträger und fordern diese auf, ihre Möglichkeiten auch in Richtung Landesregierung zu nutzen. „Wir fordern ein Umdenken bei der Lastenverteilung, damit Dorsten nicht zur Geisterstadt wird.“ Es könne, so die beiden Gewerkschaften, nur „gemeinsam ein Weg aus der Krise gefunden werden“: „Parteipolitisch und populistisch geprägte Scharmützel oder eine Verweigerungshaltung bei den notwendigen Sparmaßnahmen helfen weder den Dorstener Bürgern noch den Beschäftigten der Stadtverwaltung.“