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Geld spielt diesmal keine Rolle

Schermbeck Der Gemeindeentwicklungsplan (GEP) aus dem Jahre 1997 soll fortgeschrieben werden. Sieben der elf Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses gaben Mittwochnachmittag grünes Licht für dieses Vorhaben.

14.06.2007

An die Fortschreibung des GEP wurde die Erstellung eines Einzelhandelskonzeptes gekoppelt. Dazu musste der Beschluss zur Erstellung eines separaten Einzelhandelskonzeptes vom 28. Februar 2007 erst aufgehoben werden.

Thomas Scholle vom Dortmunder Planungsbüro «plan-lokal» war in Schermbeck kein Unbekannter. Er erstellte bereits den GEP des Jahres 1997. Die Ausarbeitung des Einzelhandelskonzeptes übernimmt das seit 2005 bestehende Dortmunder Büro «Stadt + Handel», das sehr eng mit «plan-lokal» zusammenarbeitet und im Schermbecker Ausschuss durch Ralf Beckmann vertreten wurde.

«Im Fokus unserer Arbeit steht eine Lösung für die Mittelstraßen-Probleme», erläuterte Thomas Scholle. Diese Straße habe sehr viel Potenzial, bereite der Bevölkerung aber auch sehr viele Probleme. «Es wird», so Scholle, «extrem schwierig sein, einen Königsweg zu finden.» Im Bereich der Findung neuer Wohnstandorte wird sich «plan-lokal» vor allem um zwei Zielgruppen bemühen: um ältere Menschen und um junge Familien.

Nach einem Auftaktforum soll ein Prozess begleitender Arbeitskreis mit maximal 20 Personen tätig werden. Im Rahmen eines Abschlussforums sollen die Teilkonzepte ebenso vorgestellt werden wie Planungsprioritäten und - strategien. Scholle nannte den April 2008 als Zeitraum für die Fertigstellung aller Arbeiten. Doch dazu wird es wohl nicht kommen.

Scholle und Beckmann werden es wohl nicht allzu oft erlebt haben, dass Auftraggeber mehr wollen, als ein Planungsbüro selbst als Marschrichtung vorgegeben hat. Den Reigen jener Politiker, die mehr einforderten als eine Auseinandersetzung über die Frage der Ansiedlung von LIDL, eröffnete Ausschussvorsitzender Klaus Schetter (CDU). «Etwa Globaleres wird angestrebt», stellte Schetter fest, fand Unterstützung bei Christel Winterberg (Grüne) und bei Michael Göbel (SPD).

Roth dagegen

Bis zur nächsten Ratssitzung am 19. Juni legen die Planer eine inhaltliche Beschreibung einer teureren Variante des Gutachtens vor, wobei eine finanzielle Beschränkung von den Politikern nicht vorgegeben wurde. Genau dies war der Grund für Klaus Roth (CDU), als einziges Ausschussmitglied gegen den Beschlussvorschlag zu stimmen. H. Sch.

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