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Gahlener Dorfmühle vor 500 Jahren erwähnt

GAHLEN Man sieht es der mehrfach umgebauten Gahlener Dorfmühle eigentlich gar nicht an. Dennoch: In diesem Jahre wird sie mindestens 500 Jahre alt.

von Von H.Scheffler

, 01.10.2008
Gahlener Dorfmühle  vor 500 Jahren  erwähnt

<p>Die Gahlener Dorfmühle wurde vor 500 Jahren erstmals urkundlich erwähnt. RN-Archivfoto Scheffler</p>

Heute liegt sie malerisch eingebettet in ein Ensemble aus Dorfkirche, baumbestandenem Mühlenteich, Grünanlagen und Brunnen aus Natursteinen. Seit einem Vierteljahrhundert wird hier keine Getreide mehr gemahlen. Wann sich die Wasserräder in Gahlen erste Mal drehten, lässt sich nicht exakt bestimmen. Im Jahre 1405 wird für das Lippedorf erstmals ein Mann namens Wynck als Müller genannt. Der erste urkundliche Hinweis auf eine Gahlener Mühle stammt aus dem Jahre 1508.

Erneuert und erweitert

1512 verkaufte Conradt in gen Lehmbruck die Mühle an den Besitzer des Hofes zu Gahlen. Im Jahre 1618 wurde vom damaligen Holzrichter Vastard von der Hasselbeck eine Erneuerung und Erweiterung der Mühle beantragt. Zahlreiche bauliche Änderungen haben im Verlauf der letzten dreieinhalb Jahrhunderte dazu beigetragen, dass von der ursprünglichen Form nur noch Restspuren erhalten geblieben sind. Die Familie Benninghoff, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Besitz der Dorfmühle war, hat den Mühlenbetrieb fürs Brotgetreidemahlen 1955 eingestellt.

Auch die Bäckerei wurde geschlossen. Etwa zwei Jahre lang diente die Mühle lediglich zum Schrotmahlen für die Gahlener Landwirte. 1960 wurde das Gebäude umgebaut: Im vorderen Teil kamen die Post und die Gemeindesparkasse Hünxe unter, während im hinteren Teil drei Wohnungen entstanden. 1972 ließ der letzte Mühlenbesitzer Ernst Benninghoff das 5,80 Meter hohe Mühlrad mit seinen 56 Schaufeln restaurieren.

Nach dem Auszug der Post im Jahre 1975 wurde das Mühlengebäude komplett zu Wohnungen umgebaut. Seither lockt die Mühle Wochenenausflügler scharenweise ins Lippedorf.