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Gahlener Dorfkirche bis Ende Oktober restauriert

GAHLEN So haben die Gahlener ihre kleine Dorfkirche schon lange nicht mehr gesehen. Seit 14 Tagen ist sie zu einer riesigen Baustelle geworden.

von Von Helmut Scheffler

, 02.10.2008
Gahlener Dorfkirche bis Ende Oktober restauriert

<p>Küsterin Marianne Schulte - hier mit Malermeister Ralf Horstkamp - steht den Arbeitern als Ansprechpartnerin und für die Verpflegung zur Verfügung. RN-Foto Scheffler</p>

Auch an Kirchen geht der "Zahn der Zeit" nicht spurlos vorüber. Im Innenraum der Gahlener Dorfkirche waren Wasserschäden aufgetreten, die dringend der Sanierung bedurften. "Die aufgetragenen Anstriche waren nicht atmungsaktiv", berichtet Ralf Horstkamp. Der Malermeister wurde vom Presbyterium mit der Beseitigung der Schäden ebenso beauftragt wie der Hardter Stuckateur Klaus Schumacher.

Seit September

Eigentlich sollte die vom Dammer Architekten Wilhelm Uhlenbruck geleitete Gesamtmaßnahme schon im Sommer begonnen werden, aber bei den ausführenden Firmen gab es Terminschwierigkeiten. Anfang September wurde mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Die Elektrofirma Hülsdünker demontierte Lampen. Die Vlothoer Orgelbaufirma Steinmann packte die Orgel staubsicher ein. Küsterin Marianne Schulte und einige Presbyter halfen beim Ausräumen des beweglichen Mobilars. Sakristei und Turm wurden verschlossen.

Die Kirche ist seither nur noch vom Seiteneingang her zugänglich. Auch der Altar, die Kanzel und der Fußboden mussten vor Verschmutzungen geschützt werden. Im oberen Teil der Kirche, wo der Putz noch tragfähig war, wurde der alte Anstrich abgebeizt. Viel Handarbeit war gefragt, auch beim anschließenden Abwaschen der Wände. Fehlstellen in der Wand wurden ausgespachtelt. Nach einer Grundierung erfolgte ein zweimaliger Auftrag von Siliconfarbe.

Mit dem Hammer

Parallel begann Stuckateur Schumacher im unteren Bereich der Kirche mit wesentlich handfesteren Maßnahmen. An den meisten Stellen wich der Putz mühelos dem Abbauhammer. "Da muss wohl jemand Goldbarren drin versteckt haben", entfuhr es Küsterin Marianne Schulte, als beim Abstemmen des Putzes an der Nordseite des Chores ein mächtiges Loch sichtbar wurde.

Am 2. November soll im renovierten Gotteshaus der erste Gottesdienst gefeiert werden. "Ich zünde jeden Tag eine Kerze an, damit das auch funktioniert", verriet Marianne Schulte im Hinblick darauf, dass nach der Restaurierung noch zeitaufwändige Arbeiten für den Abbau des Gerüstes, die Verlegung des Teppichbodens und die Endreinigung anstehen.