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Finanzmarkt-Krise bedroht Arbeitsmarkt

DORSTEN Trotz der Meldungen über konjunkturelle Eintrübungen ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes stabil geblieben. Auch im September ging die Arbeitslosigkeit in Dorsten weiter zurück.

von Dorstener Zeitung

, 01.10.2008
Finanzmarkt-Krise bedroht Arbeitsmarkt

Das Ferienende im August führte im September zu einer höheren Einstellungsbereitschaft der Betriebe. Davon konnten alle Personengruppen profitieren. Im September waren 3620 Menschen in Dorsten arbeitslos gemeldet, 116 weniger als im Vormonat und 314 weniger als vor einem Jahr. Die aktuelle Arbeitslosenquote sank gegenüber dem August um 0,3 Prozentpunkte gesunken und liegt zurzeit bei 9,1 Prozent (Vorjahr 9,8%). Seit 13 Monaten hat Dorsten damit als einzige Geschäftsstelle im Agenturbezirk Recklinghausen eine 9 vor dem Komma. Die Gesamtarbeitslosenquote der Agentur für Arbeit Recklinghausen beträgt 11 Prozent.

Im September meldeten sich 605 (Vormonat 741) Personen ) arbeitslos, darunter 229 aus Erwerbstätigkeit, 154 aus betrieblicher bzw. außerbetrieblicher Ausbildung sowie aus Schule und Beruf. 722 Menschen haben im September ihre Arbeitslosigkeit beendet: darunter 247 in Erwerbstätigkeit (Arbeit oder Selbstständigkeit) und 185 in Ausbildung. Im vergangenen Monat ist erstmals die Zahl der Arbeitslosen bei der Vestischen Arbeit Dorsten deutlicher zurückgegangen als bei der hiesigen Agentur für Arbeit. Dort waren im September 964 Arbeitslose gemeldet; im Vormonat 991. Die Vestische Arbeit, die ALG II-Empfänger betreut, zählte 2656; 89 weniger als im Vormonat. Mit der Einstellung junger Fachkräfte sank auch die Jugendarbeitslosigkeit.

Ende September waren 36 junge Menschen weniger arbeitslos als im August. Auch die Arbeitslosigkeit bei den Älteren und Langzeitarbeitslosen hat weiter abgenommen. Neben jungen Fachkräften sind auch Ältere wegen ihrer Berufs- und Lebenserfahrung gefragt. 299 Stellenangebote waren der Agentur gemeldet, darunter 162 sozialversicherungspflichtige. Nach wie vor sind Fachkräfte besonders aus Metall verarbeitenden Berufen gefragt. Beim Blick in die Zukunft ist Agenturleiterin Maria Wilkes jedoch nur verhalten optimistisch: „Für die nächsten Monate kann ich mich nicht auf eine positive Prognose festlegen. Niemand weiß derzeit, wie sich Finanzmarktkrise, Energie-Engpässe, das private Konsumklima und nicht zuletzt die Stimmung in der Wirtschaft entwickeln und auswirken werden.“

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