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Erntegruppe wird 25 Jahre alt

Fest am 27. August

25-jähriges Bestehen feiert die Erntegruppe Weselerwald am 27. August auf dem Weizenfeld "An der Windmühle 8“ nahe dem Haus der Familie Beloch.

Schermbeck

, 17.08.2017
Erntegruppe wird 25 Jahre alt

Die Erntegruppe Weselerwald im Jubiläumsjahr 2017 (v.l.): Roswitha Gernemann-Labenz, Elke Sondermann, Martin Gernemann, Doris Gernemann, Wilhelm Tietze, Hermann Schlabes, Anne Tietze, Arnd Terstegen, Heinrich Nuyken, Klaus Sondermann, Gisela Beloch, Egon Hülsmann, Wilma Nuyken, Erhard Beloch, Angelika Hüfing, Burkhard Labenz, Harald Hüfing. Es fehlten: Dieter und Bärbel Schwarz.

Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, den Mitglieder der Erntegruppe mitgestalten. Anschließend zeigen sie, wie in der Vorkriegszeit und bis in die 1960er-Jahre hinein Getreide gedroschen und gemahlen wurde. Die Weizengarben werden mit einem Leiterwagen zum Dreschplatz gebracht. Dort schlägt die Erntegruppe mit Dreschflegeln die Körner aus den Ähren. Etwas „moderneres“ Dreschen wird mit einem Stiftendrescher und einer Dreschmaschine demonstriert. „Es gibt noch eine Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Geräte durch den Weseler Heinrich Bannemann sowie eine Präsentation moderner Landwirtschaftsmaschinen durch die Marienthaler Firma Johannes Terhart GmbH“, sagt Erntegruppen-Sprecher Harald Hüfing.

Die Erntegruppe baut einen Kuchenstand auf und bietet auch Gegrilltes und Getränke an. An Verkaufsständen werden Zuckerwatte, Marmeladen, Kürbisse und Blumengestecke angeboten. Auf einer Hüpfburg können die Kinder herumtoben. Auch Volkstänze zeigt die Erntegruppe. Die von Roswitha Gernemann-Labenz geleitete Gruppe trifft sich alle 14 Tage sonntags, um Volkstänze wie die „Sternen-Polka“, „Bauernmädel“, „Schweden-Polka“ und „Sonderburger“ einzustudieren.

Idee begeisterte

Mit Fotos und Dokumenten informiert die Erntegruppe über die zurückliegenden 25 Jahren. Motor der Gruppe war der Landwirt Reinhart Holloh, der viele historische Gerätschaften gesammelt hatte. Für seine Idee, diese gebrauchsfähig zu machen und vorzuführen, konnte Holloh nicht nur seine Frau Waltraud gewinnen, sondern auch Klaus Sondermann, Egon Hülsmann, Hermann Schlabes und Harald Hüfing sowie deren Ehepartner. Am 2. August 1992 lud die Erntegruppe zum ersten Erntefest ein. Einige hundert Besucher erlebten, welch mühselige Arbeit noch vor einem halben Jahrhundert nötig war, um gemahlenes Getreide in Säcken einfahren zu können. Mit Sichte und Pickhoak mähten damals Heinz Buschmann, Werner Tinnefeld, Josef Gernemann und Heinz Janzen einen Randstreifen frei – eine Erntetechnik, die nur wenige Zuschauer in ihrer Kindheit miterlebt haben dürften. Die Erntepräsentation kam so gut an, dass sie jährlich wiederholt wurde. Auch zu anderen Gelegenheiten zeigte die Erntegruppe ihr Können. Highlight der Vereinsgeschichte wurde 2002 eine „Show der Landtechnik“ mit einem riesigen Open-Air-Museum am Logsteenweg.

Einen Teil seiner historischen Gerätschaften verlor Holloh, als 1998 ein Geräteschuppen auf dem Gelände des Lühlerheims abbrannte. Er ließ sich nicht entmutigen und sammelte weiter Geräte, für deren Unterstellung die Gruppe 2008 auf dem Hof Holloh eine Halle baute. Schon vor der offiziellen Gründung des Heimatvereins übernahm die Erntegruppe die Pflege eines Soldatengrabes in Hartmanns Wiese. Alle drei Vorstandsmitglieder des 1998 gegründeten Heimatvereins Weselerwald gehörten der Erntegruppe an. Die von Harald Hüfing geleitete Erntegruppe unterstützt seither häufig den Heimatverein.

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