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Dorstener bringen den Dancefloor zum Kochen

DORSTEN Dass in Dorsten in Sachen House- und elektronischer Musik so gar nichts mehr läuft, brachte Hans Schuster auf eine zündende Idee: Gemeinsam mit seinen Freunden organisiert er erfolgreich Partys in Hünxe und Bottrop, die vornehmlich von Dorstenern besucht werden.

von Von Michael Klein

, 08.10.2008
Dorstener bringen den Dancefloor zum Kochen

Hans Schuster (in weißem Shirt) und seine Nightaffairs-Partycrew.

500 bis 600 Leute sind es immer, die zweimonatlich in der Stammlocation "Toowoombas" zwischen Hünxe und Gahlen den Dancefloor zum Kochen bringen. Und seit kurzem ist das "Swing" im Bottroper Brauhaus Bottich als monatliches zweites Standbein der "Nightaffairs" dazugekommen.

Musikalisch tote Hose

Damals, zu Zeiten des Chibby´s Culture, war die House & Electronic-Welt in Dorsten noch in Ordnung. Denn dort organisierte Hans Schuster, hauptberuflich in der Unternehmensberatung Baitz als Kaufmann für Bürokommunkation tätig, die Havanna Clubbing Nights. "Aber seitdem der Laden geschlossen wurde, ist in Dorsten musikalisch für Leute zwischen 21 und 28 nichts mehr los", sagt der Party-Macher, der vor kurzem ein Büro in einer Halle am Pörtnerskamp im Wulfener Gewerbegebiet bezogen hat.

In Hünxe fand er den geeigneten Standort für sein Konzept. "Mein Freundeskreis und ich versuchen hier Partys zu machen, auf die wir auch gerne gehen würden." Der Erfolg gibt Hans Schuster recht: Die Shuttle-Busse vom Unternehmer Hortlik, die die ganze Nacht von Dorstener Haltestellen aus nach Hünxe und wieder zurück fahren, sind regelmäßig voll. 80 Prozent des Party-Volks kommt aus Dorsten.

Viel Aufwand, wenig Ertrag

"3,50 Euro kostet die Fahrt", erzählt Hans Schuster, der betont, dass die Party-Gäste für relativ wenig Eintritt und moderate Getränkepreise eine Menge geboten bekommen. Vier Tage allein dauert der Aufbau der Technik, die einer Groß-Disco zur Zierde gereichen würde. "Beide Locations sind nachher nicht wieder zu erkennen", sagt Hans Schuster. Ausstaffiert mit weißen Stoffen und einer Special Deko, dazu eine Pyro-Show und Konfetti-Regen: "Das ist ein ganz schöner Aufwand, aber wir machen das ja nicht, um das große Geld zu machen."

Kritik am Ordnungsamt

Bei all dem Erfolg äußert Hans Schuster aber auch Kritik am Dorstener Ordnungsamt, das den Nightaffairs-Machern das Plakatieren im Stadtgebiet verboten hat. "Mit der Begründung, das habe nichts mit Kultur zu tun." Was er so gar nicht nachvollziehen kann: "Vor-Abifeten im Treffpunkt Altstadt oder Lembecker Beach-Partys sind auch keine Kultur - und trotzdem dürfen dafür Plakate aufgehängt werden." Und außerdem: "Immerhin zahlt unsere Firma Gewerbesteuern in Dorsten."

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