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Die Würfel sind gefallen

21.06.2007

Dorsten Ein Kapitel Dorstener Wirtschaftsgeschichte ist seit gestern endgültig vorbei.

Die klickTel AG verlagert ihren Firmensitz komplett nach Essen, bei der gestrigen Hauptversammlung der AG in der Petrinum-Aula gaben auch die Dorstener Aktionäre grünes Licht für den Umzug.

De facto wird das operative Geschäft des Software-Unternehmens schon seit vergangenem Jahr von der neuen Firmenzentrale in Essen aus gesteuert. KlickTel hatte in Dorsten keine Immobilie finden können, die den Anforderungen des expandierenden Unternehmens entsprach.

«Ein Dorstener Junge»

Der endgültige Rückzug der Firma, die mittlerweile mehr als 300 Arbeitnehmer beschäftigt, dürfte der Stadt schwer im Magen liegen. So oder so, die Würfel in der Standortfrage sind längst gefallen. Firmengründer und Vorstandsvorsitzender Boris Polenske ließ es sich aber nicht nehmen, die erste Jahreshauptversammlung in der Aula seiner alten Schule, dem Petrinum, abzuhalten. «Herr Polenske ist eben ein Dorstener Junge», erklärt Pressesprecher Jörg Kiveris die Heimatverbundenheit des Software-Pioniers. Vor 20 Aktionären, die hauptsächlich aus Dorsten und Umgebung stammten, präsentierte Polenske den Geschäftsbericht 2006. Dabei ging hervor, dass klickTel sich im laufenden Geschäftsjahr insbesondere auf den Bereich Werbevertrieb konzentrieren will, nachdem der Einstieg in den Markt der Navigationsgeräte gescheitert ist.

Kooperation mit Stroer

Dieser wirtschaftliche Rückschlag ist hauptsächlich verantwortlich für die Erwirtschaftung eines operativen Fehlbetrags von 8,9 Mio. Euro in 2006. Überhaupt, der Umsatz von 20,5 Mio. Euro im vergangenen Jahr lag «weit hinter den Erwartungen», erklärte Polenske gestern. «Das ist zugegebenermaßen mehr als unbefriedigend.» Die Aktionäre bekamen auch gute Nachrichten zu hören. Eine Kooperation mit der Stroer AG, Deutschland-Marktführer im Bereich Außenwerbung, soll klickTel wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Der Kommune Dorsten bringt das alles leider nichts mehr, klickTel in der Lippestadt ist seit gestern Geschichte. ah

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