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Damm hat endlich ein Museum

Trafohäuschen übergeben

SCHERMBECK Das RWE Rheinland hat seine ehemalige Turmstation am Dammer Elsenberg dem neuen Dammer Turmverein übergab.

von Von Helmut Scheffler

, 09.12.2009
Damm hat endlich ein Museum

Zur Übergabe kamen trotz des regnerischen Wetters etwa 20 Personen. RN-Foto Scheffler

In vielen Gesprächen und Verhandlungen war die Übergabe des Gebäudes ausgehandelt, die Martin Daude als RWE-Mitarbeiter des Bereiches Liegenschaften und Verträge am Dienstag mit der symbolischen Übergabe des Turm-Schlüssels an Ernst-Hermann Göbel abschloss. „Die RWE Rheinland Westfalen Netz AG“, so Daude, „freut sich mit allen Beteiligten und wünscht dem Turmverein Damm für seine künftigen Pläne alles Gute.“ Die Schlüsselübergabe verband Ernst-Hermann Göbel mit der Bezahlung jenes Euro, der als Verkaufspreis verabredet war. Die Münze war auf ein Bild des Turmes geklebt worden, das dem RWE-Vertreter Daude überreicht wurde. Im Gegenzug sicherte das RWE dem Turmverein zu, ihn „finanziell bei den Restaurierungsarbeiten der Station“ zu unterstützen. Wertvolle finanzielle Hilfestellung gab es auch von der Volksbank Schermbeck. „Wir unterstützen gerne gute und nachhaltige Projekte“, begründete Volksbank-Mitarbeiter Wolfgang Lensing das Engagement der Volksbank für den Dammer Turmverein.

„Ich finde es toll, dass es Bürger gibt, die dafür sorgen, dass solche Bezugspunkte für eine kleine Gemeinde erhalten bleiben“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Engelbert Bikowski den Dammer Turmverein, der am 2. April 2009 in der Gaststätte Wortelkamp gegründet wurde und der den Turm betreuen möchte. Ein solcher Turm, so Bikowski, vermittle einem Dammer nach der Rückkehr aus dem Urlaub das Gefühl: „Hier bin ich zu Hause.“ Während eines kleinen Sektempfangs blieb Zeit zu Gesprächen über die künftige Nutzung des Gebäudes, das inzwischen bis auf ein paar Leitungen und Sicherungen im Inneren völlig entkernt wurde. „Wir haben schon einige seltene Ausstellungsstücke erhalten“, berichtete Göbel von der Übergabe eines Grammofons und eines Bügeleisens.

Gleichzeitig bittet Göbel (Tel. 02853/840) die Bevölkerung, Fotos und andere Gegenstände zu überreichen, die an die Elektrifizierung des Dammer Raumes erinnern. So soll das vorerst kleinste Strommuseums Deutschlands am Dammer Elsenberg entstehen, von weitem erkennbar an dem aufgemalten Bild des Dammer Ochsen ohne Horn. Das Strommuseum in Recklinghausen hat bereits eine enge Zusammenarbeit zugesagt.