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Campingplatz-Urgestein will am Tillessensee wohnen bleiben

Seit 50 Jahren dort zu Hause

Seit 50 Jahren lebt Dietrich Wolfgang Teich mittlerweile dauerhaft auf dem Campingplatz am Tillessensee. Eigentlich ist das nicht erlaubt. Doch Teich ist nicht der einzige, der die Gesetzeslage nicht nachvollziehen kann.

DORSTEN

, 13.03.2014

Dass das Landesbauministerium jetzt die örtlichen Behörden beauftragt hat, auf die Einhaltung von Paragraph 10 der Baunutzungsverordnung zu achten, kann Dietrich Wolfgang Teich nicht verstehen. Die Verordnung verbietet, auf Campingplätzen oder in Ferienwohnungen dauerhaft zu wohnen.

„Was ist denn daran auszusetzen?“, fragt der 73-Jährige. Viele könnten es sich nicht leisten, noch eine andere Wohnung zu haben. Und die Menschen fühlten sich doch wohl in ihren Mobilhäusern. Die sehen nicht nur so aus wie „echte“ Einfamilienhäuser, sondern sind auch genauso ausgestattet: Ein Bad gibt es genauso wie eine voll ausgestattete Küche. Schlafzimmer, Büro und Wohnzimmer sind ebenso vorhanden. Teichs Mobilhaus ist größer als viele Stadtwohnungen. 240 Menschen leben in Dorsten wie Dietrich Wolfgang Teich auf einem Campingplatz und haben ihn bei der Stadt als Erstwohnsitz gemeldet. Zumindest ist das die Zahl, die Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn unserer Redaktion nach einer kurzen Recherche mitteilte. Sie vermutet, dass die meisten von ihnen wie Teich in festen Mobilhäusern wohnen.

Bislang geht die Stadt noch nicht gegen das Wohnen auf dem Campingplatz vor. „Wir sind da den Betroffenen wohlwollend unterwegs“, so Bauckhorn weiter. Dietmar Harsveldt, dem unter anderem der Campingplatz am Tillessensee gehört, hat eine Petition eingereicht, die Baunutzungsverordnung zu ändern. Nach seinem Willen soll so auch in Zukunft das Leben auf dem Campingplatz erlaubt sein. "Die Mindestansprüche an Aufenthaltsräume sind gegeben. Die Häuser haben Bäder, Küchen und genug Platz. Und auch die Brandschutzbestimmungen werden eingehalten", sagt er.

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