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Bahn stellt klar: Gleise am Bahnhof werden nicht verlegt

DORSTEN Die Deutsche Bahn AG hat den Konsens zur gemeinsamen Entwicklung des Bahnhofsumfeldes einseitig aufgekündigt. Ab sofort spielen städtebauliche Belange bei aktuellen Planungen und Absprachen keine Rolle mehr.

von Dorstener Zeitung

, 10.02.2009
Bahn stellt klar: Gleise am Bahnhof werden nicht verlegt

Die Bahn AG will die Gleise nicht verlegen. Eine Vermarktung des alten Gebäudes scheidet damit wohl aus.

Die Modernisierung der Bahnsteige rückt damit in weite Ferne. Vor dem Jahrn 2016 geht nichts mehr. Auch die elektrische Stellwerktechnik hat keine Priotät mehr und soll frühestens in zehn Jahren eingebaut werden. Das Dorstener Bahnhofsgebäude, das ursprünglich als Schmuckstück aufpoliert werden sollte, bleibt dabei auf der Strecke.   “Ich hatte gehofft, durch das Gespräch einen Schritt vorwärts zu kommen", sagte Dorstenes Bürgermeister Lambert Lütkenhorst in einer ersten Stellungnahme. “Jetzt stelle ich fest, dass man eher wieder zwei Schritte zurück gegangen ist.” Auch Vertreter des Ministeriums, die an der Abstimmungsrunde Anfang Februar teilnahmen, zeigten sich überrascht über die Entscheidung der Bahn.

  “Wir hatten uns von der Verlegung der Gleise eine gute Chance versprochen, das 1880 erbaute Gebäude zu vermarkten und damit zu erhalten. Jetzt favorisiert die Bahn offenbar den Erhalt der Gleise auf der Westseite und macht so eine Vermarktung geradezu unmöglich", klagt der Bürgermeister. Bahn AG und Stadt Dorsten hatten 2003 einen Konsens rund um das Bahnhofsgebäude vereinbart. Doch die mit der Bahn vereinbarte Betriebsoptimierung fand niemals statt, auch heute noch sind Teile der Telekommunikationstechnik im Gebäude installiert. Die Schienentrassen auf der Westseite sind unverändert in Betrieb und sollen dies auch bleiben.

Gerade erst hat sich die Bahn AG mit VRR, DB Netz und DB Station& Services dahingehend abgestimmt, die westlichen Gleise wegen ihrer kurzen Umsteigewege zu favorisieren. Da nur durch eine Verlegung der Schienen auf die andere Seite des Gebäudes ein ausreichend großer und schienenfreier Platz für die Außengastronomie gewonnen würde, scheint eine Vermarktung nun ausgeschlossen.   Das ohnehin marode Gebäude muss womöglich in naher Zukunft abgerissen werden. 

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