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Autofahrerin will Wolf nahe der Lippebrücke gesehen haben

Wolf in Dorsten?

War es ein Wolf, der am Samstagabend nahe der Hervester Lippebrücke über die Straße lief? Die Dorstenerin Katharina Grote ist sich sicher, dass sie einen Wolf gesehen hat.

Dorsten

, 19.02.2018
Autofahrerin will Wolf nahe der Lippebrücke gesehen haben

Eine Dorstenerin will am Samstagabend einen Wolf nahe der Lippebrücke gesehen haben. (Foto: dpa) © picture alliance / dpa

Katharina Grote war mit ihrem Auto auf dem Heimweg, als am Samstag gegen 18 Uhr nahe der Hervester Lippebrücke ein größeres Tier über die Straße lief. Es dämmerte bereits, das Tier war zügig unterwegs, doch die Dorstenerin ist sicher: „Es handelte sich um einen Wolf.“

Experten halten Sichtung für möglich

Experten halten das durchaus für denkbar. Ihre Beobachtung schilderte Katharina Grote wenig später telefonisch dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Recklinghausen. „Ich kenne mich mit Hunden aus, das war definitiv ein Wolf“, sagte sie am Montag. „Ich finde, man sollte andere Hundehalter warnen.“ Doch Lanuv-Sprecher Wilhelm Deitermann reagierte auf Nachfrage betont zurückhaltend. „Wir bekommen pro Jahr etwa 200 Hinweise aus ganz NRW, nur in ganz wenigen Fällen ist ein Nachweis überhaupt möglich.“

DNA-Spuren sichern

Ein Foto wäre so ein Nachweis, manchmal gelingt es einem ausgebildeten Wolfsberater auch, DNA-Spuren zu sichern. Ob ein solcher Fachmann in den nächsten Tagen nach Dorsten kommt, ist unklar. Die Schilderung von Katharina Grote sortiert das Landesamt zunächst in die Kategorie „C3“ ein – „ohne Nachweis“. Für den Vorsitzenden des hiesigen Hegerings, Hermann Wolff, ist es „nicht unrealistisch und auch nicht unüblich“, wenn ein Jungwolf „auf der Durchreise“ war.

Tiere auf Wanderschaft

Auf ihrer Wanderschaft legen die Tiere große Strecken zurück, beispielsweise von der Lüneburger Heide bis nach Belgien. Grund zur Besorgnis besteht aus Sicht des Jägers nicht. „Im Grunde ist der Wolf scheu.“ Für Unruhe sorgen die Raubtiere immer dann, wenn sie „sozialisiert“ seien, es also gewohnt seien, in der Nähe von Menschen zu leben. „Schafzüchter an der Küste haben ein Problem mit Wölfen, dann kann es auch mal sein, dass ein Tier getötet werden muss“, so Wolff. In der hiesigen Region seien sie nicht zum Abschuss freigegeben.

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