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Am Sparkurs wird festgehalten

17.06.2007

Gladbeck Pfarrer Detlef Mucks-Büker ist auf der am Wochenende in Gladbeck tagenden Kreissynode des Kirchenkreises mit überzeugender Mehrheit - knapp 90 Prozent der abgegebenen Stimmen - als Superintendent wiedergewählt worden.

Zuvor hatte Mucks-Büker in seinem mündlichen Bericht vor der Kreissynode seine abgelaufene Amtszeit Revue passieren lassen und Ereignisse im Kirchenkreis und seinen Gemeinden kommentiert. Es sei in diesen Tagen nicht leicht, Wachstum in der Kirche und den Gemeinden zu entdecken, räumte der Superintendent ein. Man befinde sich nach wie vor in einer Phase des Übergangs.

Opposition

Häufig werde der Ruf nach Fördervereinen laut, um finanzielle Mittel neben der Kirchensteuer zu erheben. Dagegen sei prinzipiell nichts einzuwenden, erklärte Mucks-Büker. Mit Blick auf die jüngsten Erfahrungen in Kirchhellen-Grafenwald warnte er davor, dass ein Förderverein sehr schnell in Opposition zur Gemeindeleitung kommen könne. Es gehe nicht an, dass ein Förderverein beginne, hinsichtlich der Finanzplanung oder Ausgestaltung des Gemeindelebens eigene Vorstellungen zu entwickeln. «Dies alles sind Aufgaben der Gemeindeleitung.»

Ein Förderverein könne Finanzquellen erschließen und Geld einnehmen, das dann der Gemeindearbeit zugute komme. «Mehr nicht. Dass ein Förderverein zum Schattenpresbyterium wird, ist nicht hinzunehmen», machte Mucks-Büker unmissverständlich klar.

Vor dem Hintergrund der strukturellen Entwicklungen im Kirchenkreis stehe man jetzt an entscheidender Stelle. «Für Gladbeck und Bottrop steht das Ziel Stadtkirchengemeinde dicht vor Augen», kündigte Mucks-Büker an.

Ein erfreuliches Bild der Entwicklung der Finanzen im Kirchenkreis malte Ingrid Lebkücher, Vorsitzende des Finanzausschuss des Kirchenkreises. Aufgrund der guten Konjunktur seien die Kirchensteuereinnahmen der Landeskirche höher ausgefallen als erwartet. Eine weitere Verbesserung für 2007 und 2008 sei wahrscheinlich. «Dadurch werden sich unsere geplanten Entnahmen aus den Rücklagen voraussichtlich verringern.»

Kürzungen bleiben

Dennoch bleibe es bei den Kürzungen der Finanzzuweisungen an die Gemeinden und Verbände des Kirchenkreises in Höhe von 15 Prozent. Trotz vorübergehender Mehreinnahmen müsse man die Strukturen des Kirchenkreises den sinkenden Mitgliederzahlen anpassen, erklärte Lebkücher den eingeschlagenen Sparkurs. Der Haushaltsplan des Kirchenkreises für das Jahr 2008 wurde mit großer Mehrheit auf 8,93 Millionen Euro (Vorjahr 9,4 Millionen Euro) festgestellt.

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