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Als Geburtstagsgeschenk gab es ein neues Fahrzeug

100 Jahre Feuerwehr

Nach der Rückkehr der Umzugsteilnehmer zur Pastoratswiese fand dort am Samstag (4.5.) der Festakt statt, in dessen Verlauf einige Ehrengäste das Wort ergriffen.

von Von Helmut Scheffler

, 05.05.2013

Landrat Dr. Ansgar Müller lobte die große Professionalität und die gute Ausbildung der Feuerwehrleute, die in bewundernswerter Weise den Dienst für die Gemeinschaft verrichten und dabei sehr häufig ihre eigenen Interessen hinten anstellen würden. Er überreichte dem Löschzugführer Henry Albedyhl eine Ehrenurkunde des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter stellte in seiner Ansprache fest, dass Gahlen „in den historischen Schriften der erstgenannte und somit wohl der älteste Ortsteil der Gemeinde Schermbeck ist.“ Die Gahlener könnten mit Recht stolz sein, dass sie trotz wechselvoller Geschichtsphasen über einen so langen Zeitraum ihren Ort erhalten und weiterentwickelt hätten. Grüter zollte den Veranstaltern großes Lob für die bereits erfolgten Jubiläumsbeiträge, bevor er ergänzte: „Es wurde viel auf den Weg gebracht, um Gahlen als familienfreundliche und innovationsfreudige Gemeinde zu präsentieren.“ Dem Gahlener Löschzug dankte Grüter für die 100 Jahre währende Bereitschaft, Leben und Gesundheit, Hab und Gut der Mitmenschen zu schützen. „Ich bin froh“, so Grüter, „dass es der Gemeinde Schermbeck ungeachtet oft klammer Haushaltslage gelungen ist, die Freiwillige Feuerwehr mit modernen Fahrzeugen auszustatten und das Brandschutzkonzept weiterhin konsequent umzusetzen.

Zur Überraschung der Wehrleute überreichte Grüter dem Löschzugführer den Schlüssel für einen neuen Gerätewagen Logistik mit dem amtlichen Kennzeichen „WES-FW 7“. Nun kann der LF 8 ausgemustert werden, sodass zum künftigen Fahrzeugbestand neben dem neuen Gerätewagen nur noch ein LF 8/6 und ein TLF 8/18 gehören. Die Grüße der Feuerwehren des Kreises Wesel überbrachte der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Zurmühlen, der gleichzeitig auf die zunehmenden technischen Hilfeleistungen und den damit verbundenen Mehraufwand an Fortbildung verwies.

„Seit mehr als 1225 Jahren gibt es Christen in Gahlen“, erinnerte Pfarrer Christian Hilbricht an die Christianisierungswelle im achten nachchristlichen Jahrhundert. Das Leben der Menschen sei seither mit dem christlichen Glauben und der Kirche eng verbunden gewesen. Auch heute sei die Dorfkirche Heimat für viele Jungen und Mädchen, Männer und Frauen, die in ihr getauft und konfirmiert, getraut und gesegnet worden seien, die auf dem Friedhof von Gahlen beerdigt und derer im Gottesdienst gedacht werde. Mit dem „Gahlen-Lied“, das der Gahlener Heimatdichter Paul Heckermann schon vor dem Zweiten Weltkrieg schrieb, klang der offizielle Festakt aus. Gemeinsam kehrten alle Teilnehmer zum Parkplatz Törkentreck zurück, wo sich der Festumzug auflöste.