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AWO rettet das GHW

Wulfen Es war nicht der einstimmige Beschluss, den sich Bürgermeister Lambert Lütkenhorst «als Signal für den Ortsteil» gewünscht hätte. Doch eine überwältigende Mehrheit im Stadtrat hat gestern dem Grundvertrag zwischen AWO und Stadtverwaltung zur Übernahme des Gemeinschaftshauses zugestimmt.

13.06.2007

Dass sich die Grünen als einzige Fraktion gestern der Stimme enthielten, begründete Fraktionssprecherin Susanne Fraund mit «fehlenden Anlagen», von denen im Vertragsentwurf zwar die Rede ist, die den Politikern aber noch nicht vorliegen. Dass die AWO das Gemeinschaftshaus für mindestens zehn Jahre als Kultur- und Begegnungsstätte übernimmt, bezeichnete sie als «B-Lösung», die aber noch «wesentlich besser ist, als das Gemeinschaftshaus zu schließen».

Die übrigen Fraktionen hatten weniger Bedenken. Bernd Schwane (CDU) erinnerte daran, dass Ziel seiner Partei immer gewesen sei, das Haus am Wulfener Markt zu retten. «Das Verhandlungsergebnis kann sich sehen lassen. Uns kam es auch darauf an, dass das private Engagement der Stiftungsinitiative nicht verloren geht.» Thomas Boos (FDP) teilte diese Auffassung und würde sich freuen, «wenn sich der Förderverein künftig im Beirat wiederfindet, weil er im Vorfeld maßgeblich beteiligt war». Heinz Denniger (SPD) sprach von einer «soliden Grundlage zur Weiterführung des Hauses». Am Ende des Prozesses stehe ein gutes Ergebnis.

Fünfköpfiger Beirat

Der Grundvertrag mit der AWO sieht u.a. die Einrichtung eines fünfköpfigen Beirates vor, dem auch zwei Mitglieder aus der Bürgerschaft angehören soll. Die exakten Richtlinien gibt die AWO vor, sicher ist jedoch, dass das Gremium in Fragen des Programms, der Organisation und der Gestaltung des GHW, aber auch bei der Entscheidung über die Höhe des Nutzungsentgeltes mitwirken darf. Die letzten Formalitäten mit der AWO - Personalgestellungsvertrag und Pachtvertrag - sind nach Angaben von Lütkenhorst in der Endfassung. Das komplette Schriftwerk dürfte noch in diesem Monat unterschrieben werden. dieb

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