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Debatte um Aufzug beim Umbau der Grundschule Südkirchen

Grundschule Südkirchen

Es war eine lange Diskussion, bis der Bau- und Planungsausschuss die Modernisierung der Grundschule Südkirchen auf den Weg gebracht hat. Die Frage war: braucht die Schule einen Aufzug?

Südkirchen

, 04.07.2018
Debatte um Aufzug beim Umbau der Grundschule Südkirchen

Sollte ein Aufzug an der Grundschule Südkirchen notwendig werden, könnte er in diesen Luftschacht eingebaut werden.

Um den Brandschutz auf den neuesten Stand zu bringen, will die Gemeinde die Grundschule Südkirchen modernisieren lassen. Das ist das eine Maßnahmenpaket. Das andere ist, die Schule so barrierefrei wie möglich zu machen. Beides ist unstrittig. Denkbar ist dabei ein Aufzug, um vom Erd- ins Obergeschoss zu kommen. Die Frage war nur, ob ein Aufzug so dringlich nötig ist, dass er mit in den Förderantrag aufgenommen werden soll, oder nicht. Und daran entzündete sich die Diskussion.

Der Reihe nach: Die Gemeinde hat zwischenzeitlich einen Förderantrag für das Programm „Investitionspakt soziale Integration im Quartier 2018“ gestellt. „Wir diskutieren, ob wir in den Förderantrag einen Aufzug reinnehmen“, berichtete Bauamtsleiter Josef Klaas in der Ausschusssitzung. Damit würde zwar das Obergeschoss barrierefrei erreichbar gemacht. „Der Aufzug macht aber nicht jeden Raum im Obergeschoss automatisch erreichbar.“ Grund: Es gibt Treppenstufen innerhalb des Obergeschosses.
In Gesprächen mit Schulleiterin Nicole Zombik habe die Verwaltung die Notwendigkeit eines Aufzuges diskutiert, sagte Klaas. Ergebnis: Sollte es behinderte Kinder oder Lehrer an der Schule geben, können sie im Erdgeschoss untergebracht werden. „Deshalb ist unser Vorschlag, auf diesen Aufzug zu verzichten.“ Investitions- und Unterhaltungskosten könnten gespart werden. Ein Aufzug könne bei Bedarf auch nachträglich eingebaut werden, so Klaas.

598.000 Euro

Allerdings würde die Verwaltung von dieser Haltung abweichen, „wenn der Fördergeber die Aufzuglösung für verbindlich erklärt, um überhaupt einen Zuschuss geben zu können“, wie Klaas erklärte. Insgesamt summieren sich die Maßnahmen zum Brandschutz und zur Barrierefreiheit auf 598.000 Euro, inklusive Einbau eines Aufzugs.

Stimmen der Politiker: Bündnis 90/Die Grünen sind laut Uta Spräner dafür, den Aufzug einbauen zu lassen: „Barrierefreiheit ohne Aufzug ist indiskutabel.“ Als inklusive Gemeinde aufs Geld zu schauen, würde Nordkirchen von keiner anderen Gemeinde unterscheiden. Grundsätzlich tragen die Grünen die anderen vorgestellten Maßnahmen mit. „Wir möchten aber auf jeden Fall einen Aufzug haben.“

Für die CDU erklärte Thomas Quante: „Wir vertrauen auf die Meinung der Schulleitung, dass es auch ohne Aufzug ginge. Wenn der Aufzug für eine Förderung bindend ist, stehen wir natürlich dahinter.“

Die SPD werde den Verwaltungsvorschlag mittragen, sagte Lothar Steinhoff.

Für die UWG erklärte Christian Lübbert, ein Aufzug müsse von vornherein eingebaut werden. Die anderen Maßnahmen trage die UWG mit.

Das Maßnahmenpaket beschloss der Ausschuss dann mehrheitlich mit der Maßgabe, dass ein Aufzug nur realisiert werden soll, wenn das als Fördervoraussetzung definiert wird.

Diese Maßnahmen sind geplant:


Ein innen liegendes Treppenhaus zur Seite der Turnhalle hin soll als zweiter Fluchtweg dienen. Die Übermittagbetreuung soll im Erdgeschoss ihren Platz finden. Der bisher von der Kita Waldwichtel genutzte Raum wird frei, weil die Kita-Kinder übergangsweise in ein Wohnhaus im Neubaugebiet Auf dem Hegekamp ziehen, bis eine neue Kita an der Oberstraße gebaut ist (wir berichteten). Das schon vorhandene, bisher offene Treppenhaus der Grundschule wird vom Foyer und dem ersten Obergeschoss durch eine Glaswand inklusive Brandschutztüren abgetrennt. Vorteil: „Das Foyer kann dann auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt werden“, sagt Nordkirchens Bauamtsleiter Josef Klaas. Die Toilettenanlage wird komplett umgebaut und bekommt eine Rampe.