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Das erste Seifenkistenrennen

18.06.2018
Das erste Seifenkistenrennen

Thomas Funke in seiner Seifenkiste. Er wurde Gesamtsieger des Rennens.Foto Norbert Holz

Von Anke Klapsing-Reich

Dorsten. Vor 50 Jahren fand in Dorsten ein riesengroßes Spektakel statt: das erste Seifenkistenrennen! Seifenkisten sind kleine Fahrzeuge, die damals aus Holz oder Sperrholz zusammengezimmert wurden. Einen Motor hatten sie nicht. Deswegen brauchte man einen Abhang, von dem man mit den Kisten herunterrollen konnte. Lenken konnte man sie mit Lenkseilen, die man richtig ziehen musste, wollte man nach links oder rechts fahren.

Die Pfadfinder von St. Agatha hatten das Rennen damals mit dem Geschäft Opel Lüning zusammen organisiert. Die Rampe, von der die Kisten runter sausten, baute das Technische Hilfswerk auf der Clemens-August-Straße. 1000 Dorstener kamen am 16. Juni 1968 – das war ein Sonntag – dorthin, um das Rennen zu sehen. Vor dem richtigen Rennen gab es Prominentenläufe. Da musste zum Beispiel die Frau des damaligen Amtsdirektors Quinders in ihrer Seifenkiste gegen Kaplan Lepping antreten. Dabei wehte ihr der große Hut vom Kopf. Sie wollte ihn fangen, verlor die Kontrolle über ihre Kiste und stand quer auf der Rampe. Tja, das war wohl nichts. Gesamtsieger der richtigen Wettbewerbe wurde der Schüler Thomas Funke, der 20 Mark Prämie dafür bekam.

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