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Das Traumschiff: Malediven

Berlin. Ein Engagement auf dem „Traumschiff“ ist eine Lebensaufgabe. Zuletzt ging Heide Keller (78) nach 80 Filmen in Ruhestand. Ihr folgt die Österreicherin Barbara Wussow nach, wenn auch in anderer Position.

Das Traumschiff: Malediven

Hanna Liebhold (Barbara Wussow, M.) mit Kapitän Viktor Burger (Sascha Hehn, r.) und Dr. Wolf Sander (Nick Wilder, l.). Foto: Dirk Bartling/ZDF

Genau 80 Folgen und gut 35 Jahre lang stand Heide Keller als Chefhostess Beatrice auf dem Deck des ZDF-„Traumschiffs“. Am Neujahrstag 2018 verabschiedete sich die 78-Jährige mit einer Ausfahrt nach Los Angeles von ihrem Publikum.

Barbara Wussow stand zu dem Zeitpunkt längst als ihre Nachfolgerin fest. Die Österreicherin ist am Ostersonntag (20.15 Uhr) erstmals an Bord der „MS Amadea“ zu sehen. Das Ziel des Luxusliners sind die Malediven.

Aber stimmt das mit der Nachfolgerin? Nicht so ganz, denn Heide Keller hatte zeit ihres Lebens den Job der Chefhostess, Barbara Wussow bekommt den Titel Hoteldirektorin. „Ich bin der neue weibliche Teil im Vierer-Kleeblatt neben Sascha Hehn als Kapitän, Nick Wilder als Doc Sander und Harald Schmidt als Kreuzfahrtdirektor“, sagt Wussow, Tochter des Burgschauspielers Klausjürgen Wussow (1929-2007).

Dass sie die einzige Frau in dem „Kleeblatt“ ist, stört sie nicht. „Ich habe keine feministischen Probleme damit“, sagt Wussow. „Das ist in Ordnung.“

Heide Keller sei zwar nicht ersetzbar. „Sie war der Fixstern am Traumschiff-Himmel“, sagt Wussow. Aber sie werde nun neue Akzente setzen und später mal „andere Fußstapfen hinterlassen“. Etwas „Traumschiff“-Erfahrung bringt Wussow, die an diesem Mittwoch (28. März) 57 Jahre alt wird, bereits mit, in zwei Episoden stand sie als Gast vor der Kamera. Seitdem hat sich jedoch das ein oder andere verändert - besonders in zwei Punkten.

Das jetzige Kreuzfahrtschiff „Amadea“ sei „puristisch und nüchtern“. Sie habe die „Deutschland“ lieber gemocht, „weil ich ein verplüschter Typ bin und viel Samt und Gold und Kristalllüster mag.“ Seit zwei Jahren lebt auch der Vater der Serie, der Produzent Wolfgang Rademann, nicht mehr. „Es fehlt die Seele von Wolfgang. Früher kam man auf das Schiff, er kam und fragte: "Na, Kleene, biste da?" Das vermisse ich.“ Aber trotzdem: „Die Produktion heute bemüht sich sehr und man darf nicht vergessen, ich bin ja als Crew-Mitglied auch neu.“

Ihren ersten Drehtag als Hoteldirektorin wird Wussow, die mit dem Schauspielerkollgen Albert Fortell verheiratet ist und zwei Kinder hat, so leicht nicht vergessen: Er sollte in aller Ruhe stattfinden auf einer Kapverdischen Insel, denn dort wurden alle Drehs am und auf dem Schiff gemacht. Barbara Wussow wurde jedoch zur falschen Insel gelotst und musste dann erst wieder umständlich acht Stunden lang mit einem Fischerboot zur richtigen Insel geschippert werden.

Die Fahrt sei ein richtiges Abenteuer gewesen. „Ich bin mit einem kleinen Fischerboot in der Nacht zu der MS "Amadea" gefahren. Dann öffnete sich eine Luke, zu der ich auf einer Strickleiter hochsteigen musste: Ganz spektakulär bin ich da rauf, mit Handtasche und allem. Das haben wir später nachgedreht, und die Szene wurde in den Film eingebaut.“ Seekrank sei sie an dem Tag nicht geworden, allerdings zu einem anderen Zeitpunkt der Reise, aber dafür gebe es ja Medikamente.

Barbara Wussow ist glücklich, weil sie es mit dem „Traumschiff“ gut getroffen hat. Bloß kein Krimi: „Ich muss nicht noch eine weitere Kommissarin sein. Ich bin zufrieden, dass ich abonniert bin für die großen Gefühle. Gern darf es auch ein Drama sein oder ein historischer Dreh.“ Ihre Lieblingsserien fallen auch in vergangene Zeiten: Die „Charité“ und „Game of Thrones“.

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