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Covestro profitiert von Kunststoff-Boom

Leverkusen. Starke Kunststoffnachfrage und anhaltende Produktionsengpässe der Konkurrenz: Der Spezialchemiekonzern Covestro hatte einen guten Jahresauftakt. Umsatz und Gewinn lagen leicht über den durchschnittlichen Analystenschätzungen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mitteilte.

Covestro profitiert von Kunststoff-Boom

Der Schriftzug "Covestro" vor der Zentrale. Foto: Oliver Berg/Archiv

Für das Gesamtjahr sieht sich der Dax-Neuling auf Kurs: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres erwartet. 2017 war er um mehr als 70 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro gestiegen.

Das Auftaktquartal dürfte mit einem Ebitda-Anstieg um ein Viertel auf knapp 1,1 Milliarden den vorläufigen Höhepunkt markieren, was das Wachstum angeht. Für das laufende zweite Jahresviertel rechnet Covestro noch mit einem Anstieg. Allerdings impliziere der bestätigte Jahresausblick fallende Gewinne im zweiten Halbjahr, sagte Analyst Markus Mayer von der Baader Bank.

Unter dem Strich verdiente der zuletzt in die erste Börsenliga Dax aufgestiegene Konzern 644 Millionen Euro und damit fast 38 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz legte um mehr als 5 Prozent auf knapp 3,8 Milliarden Euro zu.

Die von Covestro produzierten Grundstoffe für Hart- und Weichschäume (Polyurethane) sowie für harte Kunststoffe (Polycarbonate) kommen auch in der Auto- und Bauindustrie zum Einsatz. Die Materialien sind wegen ihres geringen Gewichts und ihrer Dämmeigenschaften gefragt. Entsprechend profitiert der Konzern vom Boom der Branchen. Hinzu kamen Produktionsengpässe der Konkurrenz, die das Geschäft mit Polyurethanen antrieben und höhere Verkaufspreise ermöglichten.

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