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Chaves gewinnt Ätna-Etappe - Schachmann verliert Weiß

Ätna. Vorjahressieger Dumoulin liegt in perfekter Lauerstellung auf Platz zwei 16 Sekunden hinter dem neuen Spitzenreiter Yates: Die erste Bergankunft des 101. Giro d'Italia bringt Bewegung ins Gesamtklassement. Froome holt auf.

Chaves gewinnt Ätna-Etappe - Schachmann verliert Weiß

Esteban Chaves (l) vom Team Mitchelton-Scott bejubelt seinen Etappensieg vor seinem Teamkollegen Simon Yates. Foto: Yuzuru Sunada/BELGA

Der viermalige Toursieger Chris Froome hat sich beim 101. Giro d'Italia ein wenig aus der Krise gefahren.

Bei der ersten Bergankunft der diesjährigen Italien-Rundfahrt auf dem Ätna fuhr der umstrittene Brite zusammen mit Vorjahressieger Tom Dumoulin 26 Sekunden hinter dem Tagessieger Esteban Chaves über den Zielstrich auf 1732 Meter Höhe.

Der Kolumbianer sicherte sich nach 164 Kilometern als schnellster einer ursprünglich 28 Fahrer starken Ausreißergruppe den Tagessieg vor seinem Team-Kollegen Simon Yates. Der kleine Brite, der sich im Schlussspurt vornehm zurückhielt, übernahm nach dem perfekten Teamwork von Mitchleton-Scott das Rosa Trikot von Rohan Dennis. Der Australier konnte an den steilen Rampen des Vulkans nicht mithalten.

„Wir hatten ausgemacht, er gewinnt die Etappe, ich das Trikot“, sagte Yates, der zum Schluss an den allein führenden Chaves herangefahren war. Yates liegt im Gesamtklassement 16 Sekunden vor Dumoulin, der als Sieger des Auftakt-Zeitfahrens in Jerusalem seine Qualitäten bewies und am Donnerstag auf anspruchsvollem Berg-Terrain glänzte.

Maximilian Schachmann, der am Vortag auch einen Sturz im Finale wegsteckte und noch auf Rang vier gefahren war, verlor am Donnerstag sein Weißes Trikot als bester Nachwuchsfahrer an den Kolumbianer Richard Antonio Carapaz. Erst wenige Kilometer vor dem Ziel musste der 24 Jahre alte Berliner aus Köpenick die Schnellsten ziehen lassen. Er fiel von Rang sechs auf Platz 19 im Gesamtklassement zurück.

Froomes Giro-Start verlief sehr holprig, die 6. Etappe bot einen kleinen Lichtblick. Im Auftakt-Zeitfahren hatte der Brite, dem nach dem Ende der Untersuchungen der Salbutamol-Affäre eine Doping-Sperre drohen könnte, in Jerusalem bereits 27 Sekunden auf den Tagessieger Dumoulin verloren. In Caltagirone am Dienstag waren es weitere 21 Sekunden. Am Himmelfahrtstag zeigte seine Formkurve nach oben, im Gesamtklassement fuhr er auf Rang acht vor.

Nico Denz (Waldshut-Tiengen) aus der französischen AG2R-Mannschaft war Mitglied einer 28-köpfigen Ausreißergruppe, die sich 111 Kilometer vor dem Ziel gebildet hatte. In ihr fuhr auch der spätere Sieger Chaves, Denz fiel im Finale aber zurück. Sein Landsmann, der erkrankte Berliner Bora-hansgrohe-Sprinter Rüdiger Selig, war zur 6. Etappe in Caltanisetta nicht mehr angetreten.

Zuletzt war der 3323 Meter hohe Ätna im März vergangenen Jahres aktiv. Wegen einer Aschewolke war der Flughafen Catania daraufhin zwischenzeitlich gesperrt worden. Die sechste Etappe führte nur auf 1736 Meter Höhe bis zum Observatorium. Die bis zu 16 Prozent steile Steigung, auf der die Entscheidung fiel, hatte eine Länge von 15 Kilometern.

Am Vortag war die vom Italiener Enrico Battaglin gewonnene fünfte Etappe von einem schweren Unfall überschattet worden. Am siebten Todestag des verunglückten belgischen Radprofis Wouter Weylandt beim Giro wurde vor dem Start ein Motorradfahrer eines Ordnungsdienstes von einem Auto überfahren und lebensgefährlich verletzt.

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