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Angeklagter hat 7000 Euro kassiert, VW T1 aber nie geliefert

Betrugs-Prozess am Amtsgericht Castrop-Rauxel

Er soll einem Bekannten für 7000 Euro einen VW T1 verkauft haben. Den hat der Bekannte jedoch nie zu Gesicht bekommen. Genauso wenig wie den Angeklagten. Der ließ sich nämlich erst gar nicht zu seinem Prozess blicken.

Castrop-Rauxel

, 26.05.2018
Angeklagter hat 7000 Euro kassiert, VW T1 aber nie geliefert

Der Angeklagte wurde im Abwesenheit am Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt. © Jens Lukas

Der VW T1 ist Kult. Er steht für den Traum von Freiheit, und ist heute noch begehrt. Auch der junge Mechaniker war begeistert, als sich die – vermeintliche – Chance auftat, ein solches Gefährt, Baujahr 1964, kaufen zu können. Das war vor zwei Jahren. Die geforderten 7000 Euro ist er los, das Auto hat er noch nie gesehen.

Angeklagter war kurzfristig entschuldigt

Auch Freitag im Amtsgericht, wo der Betrug zu Verhandlung anstand, kam man keinen Schritt weiter. „Der Angeklagte hat sich kurzfristig entschuldigt, er habe gestern geheiratet und den Termin vergessen“, sagte der Strafrichter. Nicht die erste Entschuldigung. Beim vorherigen Termin sandte der Angeklagte ein Attest, das ihm Verhandlungsunfähigkeit bescheinigte. „Ich kann Ihnen mehrere Seiten mit fadenscheinigen Ausreden vorlegen“, sagte der Geschädigte.

Gemeinsame Leidenschaft

Er, ein Automechaniker, hatte den Angeklagten in einer Werkstatt kennengelernt, wo dieser als Fahrer tätig war. Man sprach von Autos, der gemeinsamen Leidenschaft. Und als er erwähnte, dass er schon immer einen T1 haben wollte, bot ihm der Gesprächspartner einen an. Der stehe in Italien, würde umgehend importiert.

Der Rest ist bekannt: Das Geld ist futsch, ob es das Auto wirklich gibt, weiß niemand. Dem Angeklagten wurde in Abwesenheit eine Geldstrafe aufgebrummt. Er soll zwei Jahre lang monatlich 300 Euro an den Geschädigten zahlen.

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