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Statt Baby waren gestohlene Waren im Kinderwagen

Prozess vor dem Amtsgericht

Zwei Mütter nutzten im vergangenen Jahr eine bekannte Masche in einem Discounter. Jetzt mussten sie sich vor Gericht verantworten.

Castrop-Rauxel

, 03.04.2018
Statt Baby waren gestohlene Waren im Kinderwagen

© dpa (Symbolfoto)

Die beiden jungen Mütter, 27 und 24 Jahre alt, haben zusammen neun Kinder zu versorgen. Eine große Aufgabe, besonders, wenn das Geld knapp ist. Sehr eng war es wohl im September vergangenen Jahres, was die Freundinnen zu einer Straftat verleitete. Am Dienstag saßen sie deswegen auf der Anklagebank des Amtsgerichts.

Das Duo war gemeinsam bei einem Discounter einkaufen, doch diesmal landeten nicht alle Waren im Korb, sondern teilweise im mitgeführten Kinderwagen. Das Baby wurde, um Überfüllung zu vermeiden, auf dem Arm getragen. Stattdessen wanderten verschiedene Waren im Wert von 28,40 Euro unter die Babydecke.

Eine Tat, die nicht unentdeckt blieb, sei doch die Kinderwagen-Masche äußerst beliebt, um Waren zu stehlen, wie der Richter den beiden Angeklagten erklärte.

„Das war ein ganz spontaner Einfall“, beteuerten beide dem Strafrichter. „Wir hatten gemerkt, dass wir nicht genug Geld dabei hatten.“ Beide Frauen erklärten, sich sehr zu schämen für die Tat und versicherten, dass dies nie wieder vorkommen werde.

Reue, die den Richter wie auch die Staatsanwältin milde stimmte. Weil es zudem bei beiden keine Vorstrafen gibt, stellten sie das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldbuße ein. Die Frauen müssen 100 Euro in Raten abstottern, dann wird das Verfahren endgültig eingestellt. „Kommt das noch einmal vor, gibt es eine Verurteilung, und die wird teurer“, erklärte die Staatsanwältin.

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