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Schnupperreitkurse auf dem Westfalenhof

MERKLINDE Stopp! Novalis muss erst "äppeln", dann geht es weiter im Rund der Reithalle. Christin führt den Haflinger, Hannes sitzt im Sattel. Und ein Dritter kehrt die Pferdeäpfel zusammen. Ferienprogramm auf dem Westfalenhof.

04.10.2008

Seit sechs Jahren bietet Martina Holtebrinck in den Ferien Schnupperkurse für Kinder zwischen fünf und 12 Jahren. Für Stadtkinder ist der Hof ein Paradies. Zwischen Ställen, Reithalle und Heuboden satte Wiesen und Koppeln. Der Matsch stört nicht. Schließlich gibt es Gummistiefel.

Der Ferienreitkurs beginnt täglich um 9.30 Uhr. Wie so oft im Leben heißt es: "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." Also Misten, Striegeln, Hufe auskratzen. Dann erst wird aufgesattelt.

Pferdepflege gehört natürlich auch dazu

Doch das Misten kann auch vergnüglich sein, wie Sabrina, Frauke und Catharina beweisen. Mit Feuereifer hieven sie das alte Stroh aus dem Stall auf die Gabel, füllen die Schubkarre und bringen die Ladung raus.

Dann steht Pferdepflege auf dem Plan. Vom kleinen Shetlandpony "Sunny" bis zum stolzen Norweger "Jumani" - allen rücken die Ferienkinder, ausgestattet mit ihren Putzkästen, auf den Leib. Mit einer weichen Bürste wird das Pferd mit kreisenden Bewegungen gestriegelt. Dann kommt die Kardetsche dran, um das Fell zu säubern und zu glätten. Für die Beine ist eine Wurzelbürste vonnöten, um auch den Lehm vom Reitplatz zu entfernen.Die Mädchen spielen gern Friseur

Selbst vor der Pediküre schrecken die Kinder nicht zurück. "Los, den Huf hoch", kommandiert Frauke. Dann wird das Eisen ausgekratzt. Besonders gern spielen die Mädchen aber Friseur. Verpassen den Vierbeinern flotte Frisuren. So hat Sunny ein Flechtwerk aus vielen Perlen in der Mähne, das Pony Didi dagegen einen langen Zopf auf der Stirn. "Hier gibt es auch einen Punker", lacht Hannes. Und in der Tat, der Norweger hat einen echten Irokesen.  

Hannes ist neun, seine Schwester Klara sieben Jahre alt. Mit vier weiteren Mädchen treffen sie sich seit Montag täglich und haben schon viel gelernt. Aufsatteln, Trense anlegen, die Handgriffe sitzen. Doch immer ist Martina Holtebrinck in der Nähe, hilft, einen schweren Sattel auf den Pferderücken zu heben, überprüft den Sitz der Trense.Endlich geht es auch in die Reithalle

Dann endlich geht es in die Reithalle. Das Highlight des Tages. Die ersten zehn Minuten brauchen die vier Pferde, um warm zu werden. "Wie beim Sport", lacht Martina Holtebrinck und führt Novalis. Stolz sitzen die ersten Ferienkinder im Sattel. Auf dem Kopf entweder ganz profihaft einen echten Reiterhelm, doch ein Fahrradhelm tut es auch. "Hacke runter, die Fußspitze nach innen", kommandiert die Pferdefachfrau. Körperspannung ist ebenfalls ganz wichtig.

Nicht selten stöhnen die Schnupper-Reiter über Muskelkater, ächzen, wenn sie am nächsten Morgen wieder den Pferderücken erklimmen. Noch höher hinaus geht es beim Spiel im Heuschober. "Das ist cool", sind sich alle einig. "Wir springen von ganz oben ins Heu." Frühstückspause und Mittagessen bieten Verschnaufpausen, bevor um 15 Uhr Feierabend ist. Und wem es gut gefällt, der kann auch seinen Kindergeburtstag auf dem Westfalenhof an der Bövinghauser Straße feiern. Martina Holtebrinck bietet auch da ein tolles Programm. Gabriele Regener

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